Literarischer Frühling in Ellershausen

Lieberknecht sprach in der Bärenmühle

+
Literarischer Frühling in der Bärenmühle: Der Frankenberger Dr. Jochen Bittner und die Ministerpräsidentin von Thüringen, Christine Lieberknecht.

Ellershausen. Nach der Auftaktveranstaltung des Literarischen Frühlings auf Schloss Waldeck startete die Veranstaltungsreihe auch im Landhaus Bärenmühle. Dort empfing Gastgeberin Christiane Kohl die thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht.

Jochen Bittner, Journalist der Wochenzeitschrift "Die Zeit", sprach vor vollem Saal mit der Ministerpräsidentin über Freiheit, Demokratie und konservative Werte.

Entlang einiger Beispiele aus der Historie der Brüder Grimm – insbesondere der des politischeren Jacob Grimms – griff Jochen Bittner auch Stationen aus Lieberknechts Leben auf. Lieberknecht, die seit 2009 Ministerpräsidentin von Thüringen ist, war seit dem Fall der DDR an der Politik in ihrem Heimatbundesland beteiligt.

Vor der Politik war sie Pfarrerin, wie zuvor ihr Vater. Im Gespräch machte Lieberknecht die Zweiseitigkeit ihres Lebens deutlich: Zum einen die Freiheit des Christen im Glauben, auf der anderen Seite aber auch die „Dienstbarkeit“, eben die Verantwortung, die sie als Politikerin zu tragen hat. Dabei sei es auch wichtig, klare Worte und Eindeutigkeit der Aussagen zu finden. Im Zusammenhang mit diesem Selbstbewusstsein erwähnte Lieberknecht die Märchen der Brüder Grimm. Neben biblischen Geschichten waren diese ein Teil ihrer Kindheit, die – oft mit den Geschwistern nachgespielt – wohl auch dazu geführt haben, entsprechend präsent und „furchtlos“ aufzutreten. „Sie beinhalten Weisheiten für das Leben.“

Des Weiteren hob Christine Lieberknecht auch die Wichtigkeit der Individualität hervor. In einer zunehmend globalisierteren Welt sei es wichtig „Alleinstellungsmerkmale“ zu wahren. Egal, ob das nun für einen selbst gelte oder für die Region, in der man lebe. „Wenn sie dieses Bewusstsein für Heimat, aber auch Geschichte haben, dann haben sie ein gutes Rüstzeug für das Leben.“ (sm)

Quelle: HNA

Kommentare