Hessischer Rundfunk sendet

Live aus Gemündens Altem Bahnhof

Intensive Planungen: Die HR-Redakteurinnen Alexandra Reeg und Julia Hurtzig suchen mit Klaus Obermann (von links) nach Geschichten über Gemünden und den Alten Bahnhof, die für die Zuschauer interessant sein könnten.Fotos: Malte Glotz

Gemünden - Gemünden hat einiges zu bieten und viele Geschichten zu erzählen. Das hat auch der Hessische Rundfunk bemerkt und sendet im August live aus dem Alten Bahnhof.

Es herrscht ein wahres Gewusel auf dem Gelände des Alten Bahnhof in Gemünden, dabei ist eigentlich Ruhetag. Menschen inspizieren den Schlafwagen, der heute keine Gäste beherbergt, andere stehen auf dem Parkplatz des Restaurants und schauen mit skeptischen Blick in die Bäume. Die nächsten sind auf der Suche nach einem kleinen, etwas abgeschiedenen Raum und wieder andere wälzen Bilderalben und Geschichtsbücher.

Der Hessische Rundfunk sendet am Mittwoch, 8. August, live aus der Wohrastadt. Der Tross, der den Drehort kontrolliert, ist ein knappes Dutzend Mitarbeiter stark: Kameraleute, Techniker, der Regisseur Thomas Lukas und die beiden Redakteurinnen Julia Hurtzig und Alexandra Reeg. Lukas und die Techniker schauen, wo der Übertragungswagen stehen kann - ohne dass die alten Eichen den direkten Blick zum Satelliten verdecken - und wo sie Lichtmasten aufstellen können, wo die Kameras stehen sollen und welche Einstellungen nett anzuschauen sind, wo Bierbänke stehen können und vieles mehr. Reeg und Hurtzig sind derweil auf der Suche nach Geschichten über Gemünden.

„Wir senden 30 Minuten live, davon haben rund 20 Minuten direkt mit Gemünden zu tun“, erklärt Julia Hurtzig. Chef-Moderator Andreas Hieke beschäftigt sich am 8. August direkt mit dem Bahnhof, mit den Schlafwagen und dem Restaurant. Bereits in der Woche vor der Ausstrahlung wollen die HR-Mitarbeiter Beiträge über Gemünden filmen. Geplant ist etwas zur Geschichte der ehemaligen Bahner-Stadt und ein amüsantes Stück mit dem Reporter Jens Kölker.

Bereits vor der Ausstrahlung von 19.30 bis 20 Uhr soll den Gemündenern einiges geboten werden. Klaus Obermann, Eigentümer und ehemaliger Wirt des Alten Bahnhofs, geht von etwa 400 bis 500 Gästen aus. Sie können bereits ab 17 Uhr erleben, wie Fernsehen funktioniert, können eine Runde Hessenquiz spielen und die Moderatoren kennenlernen - „Fernsehen zum Anfassen“, wie Hurtzig sagt. Ab 18 Uhr soll dann eine öffentliche Probe stattfinden, die fast schon dem entspricht, was 90 Minuten später live in ganz Hessen und darüber hinaus zu sehen ist.

„Wir sind immer auf der Suche nach Farben - und der Bahnhof ist noch einmal eine andere Farbe, als etwa ein Marktplatz“, erklärt Hurtzig, wie die Wahl auf den Alten Bahnhof gefallen ist. Tatkräftige Unterstützung kam von Armin Feulner vom Burgwald-Touristservice - er hat die Bewerbung für Gemünden geschrieben. Die „Sommertour“ der Hessenschau findet in jedem Jahr statt - und versucht, in einer Woche ganz Hessen abzudecken. Am Tag nach der Ausstrahlung aus Gemünden etwa sendet der HR aus der anderen Ecke des Landkreises: Dann ist das Team am Strand Seebrück in Diemelsee.

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