Löhlbach

Bei Löschversuchen Rauchgasvergiftung erlitten

- Haina-Löhlbach (rou).Zu einem Dachstuhlbrand sind die Wehren aus Haina, Löhlbach und Bad Wildungen am Nachmittag des Ostersonntags in die Wildunger Straße nach Löhlbach alarmiert worden.

„Brennt Dachstuhl“, so lautete der Alarmierungstext, den die Feuerwehren aus Haina und Löhlbach am Ostersonntag um 16.35 Uhr von der Kreisleitstelle in Korbach erhielten. Als die Feuerwehrleute in der parallel zur Bundesstraße 253 verlaufenden Wildunger Straße am Ortsausgang von Löhlbach in Richtung Bad Wildungen eintrafen, hätten sie ein verrauchtes Dachgeschosses vorgefunden, in dem bereits Flammen loderten, sagte der stellvertretende Hainaer Gemeindebrandinspektor Bernd Klinge gegenüber WLZ-FZ. Aus diesem Grund sei auch die Feuerwehr aus Bad Wildungen mit ihrer Drehleiter nachalarmiert worden. Im Einsatz waren insgesamt 35 Feuerwehrleute. Unter Atemschutz drangen sie in das dritte Geschoss des Wohnhauses vor und löschten die Flammen.

Dies hatten zuvor auch zwei Söhne der in dem Haus wohnenden Familie versucht. Mit Wasser und einem Feuerlöscher hätten ein 19- und ein 21-Jähriger den vermutlich implodierten Fernseher löschen wollen, sagte ein Polizeisprecher. Feuer gefangen habe zu diesem Zeitpunkt auch schon die mit Holz vertäfelte Decke. Trotz des dichten Rauches hätten die beiden jungen Männer ihre Löschversuche fortgesetzt. Die Folge: Mit leichter Rauchgasvergiftung wurden sie per Rettungswagen vorsorglich zur Behandlung in das Frankenberger Kreiskrankenhaus gefahren.

Nach Polizeiangaben hielten sich zum Zeitpunkt des Brandes insgesamt zwölf Personen in dem Wohnhaus auf, darunter auch „Osterbesuch“. Wie viele Menschen in dem Haus wohnen, konnten die Beamten an der Einsatzstelle nicht sagen. Ernsthafte Verletzungen erlitt jedoch niemand. Im Laufe der Löscharbeiten wurde ein zweiter Rettungswagen an die Einsatzstelle geordert. Rettungssanitäter versorgten medizinisch zwei weitere Hausbewohner. „Ernsthaft ist aber niemand zu Schaden gekommen“, sagte ein Polizist.

Die Feuerwehr hatte die Flammen schnell unter Kontrolle. Die Drehleiter kam erst bei den Nachlöscharbeiten zum Einsatz. Obwohl auch mit der Wärmebildkamera keine Glutnester im Dachstuhl mehr auszumachen waren, deckten zwei Feuerwehrleute von der Drehleiter aus einige Dachziegeln ab und verschafften sich einen Eindruck vom Dachstuhl. Noch am frühen Abend nahm auch die Kriminalpolizei die Ermittlungen auf, um zu klären, ob tatsächlich ein implodierter Fernseher die Ursache für das Feuer war. An dem in massiver Bauweise errichteten Mehrfamilienhaus entstand Sachschaden in Höhe von etwa 50000 Euro.

Kellerbrand am Morgen

Der Dachstuhlbrand war bereits der zweite Einsatz am Ostersonntag für die Feuerwehrleute aus Haina, Löhlbach und Bad Wildungen. Am Morgen waren sie zu einem Feuer in einem Keller eines Wohnhauses im Gaernweg in Löhlbach gerufen worden. Ursache für den Brand war vermutlich eine Pelletheizung.

Unter Atemschutz drangen zwei Trupps in den Keller vor und löschten die Flammen. Die Rauchentwicklung war so stark, dass der Qualm einer älteren Frau den Fluchtweg aus dem Obergeschoss des Hauses versperrte. Feuerwehrleute begleiteten sie auf den Balkon und betreuten sie dort solange, bis das Treppenhaus wieder gefahrlos zu betreten war. Dazu wurde ein Hochleistungslüfter eingesetzt. Das Gebläse drückte den Qualm aus dem Haus. Die Bad Wildunger Wehr leistete mit ihrer Wärmebildkamera später Unterstützung bei der Suche nach versteckten Glutnestern. Die Einsatzleitung hatten Bernd Klinge aus Haina und Benjamin Frank aus Löhlbach.

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