Ehrungen für Lokalhistoriker

Um Lokalgeschichte verdient gemacht

+
Beim Tag der hessischen Landesgeschichte zeichnete der Vorsitzende des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, Dr. Dirk Richardt (links), die Frankenberger Vereinsmitglieder Ruth Piro-Klein und Karl-Heinz Hartmann gemeinsam mit Schriftführer Sie

Homberg/Frankenberg - Heinz Hartmann und Ruth-Piro-Klein haben sich in der hessischen Geschichtsforschung verdient gemacht. In Homberg haben die beiden Mitglieder des Frankenberger Geschichtsvereins dafür eine Ehrung bekommen.

Mit der Geschichte der Reformation in Hessen und der Rolle des Landgrafen Philipp dabei beschäftigten sich die Mitglieder des Frankenberger Geschichtsvereins, als sie in Homberg (Efze) am Tag der hessischen Landesgeschichte teilnahmen. Zu Beginn der Festversammlung in der Stadthalle wurden Karl-Heinz Hartmann (Schreufa) mit der goldenen und Ruth Piro-Klein (Bottendorf) mit der silbernen Ehrennadel für ihre Verdienste um den Verein für hessische Geschichte und Landeskunde (VHG) ausgezeichnet.

VHG-Vorsitzender Dr. Dirk Richardt wies bei der Ehrung auf die mehr als 40-jährige Mitgliedschaft des ehemaligen Rektors der Frankenberger Friedrich-Trost-Schule im Geschichtsverein hin und würdigte besonders seine „wertvollen Forschungen zur regionalen Geschichte und zur Familienkunde, die er vielfach durch Vorträge im Zweigverein, aber auch durch Publikationen in der lokalen Presse und im Frankenberger Heimatkalender der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat“. Der zweiten Vorsitzenden des Frankenberger Zweigvereins, Ruth Piro-Klein, dankte Dr. Richardt für ihren langjährigen unermüdlichen Einsatz bei der Organisation, Mitgliederbetreuung der inhaltlichen Programmgestaltung.

In seinem Festvortrag schilderte Dr. Jan Martin Lies von der Universität Mainz die Entschlossenheit und das Sendungsbewusstsein des Landgrafen Philipp, genannt „der Großmütige“, bei der Einführung einer speziell hessischen Variante der Reformation. Dabei spielte die Homberger Synode vom Oktober 1526 eine wichtige Rolle, als Philipp die führenden Kirchenvertreter, Bürgermeister und Räte der Städte, Stände und die Ritterschaft zur Beratung und Beschlussfassung in Homberg vereinte.

Als Ort für den Tag der Landesgeschichte im nächsten Jahr wurde Kassel festgelegt. Kassel begeht 2013 seine 1100-Jahr-Feier. (vk)

Kommentare