Soldaten spenden

Lose und Flaschen helfen Bedürftigen

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Frankenberg - Ein Tombolaerlös und eine Pfandflaschensammelaktion in der Burgwaldkaserne machen es möglich: Das Bataillon für Elektronische Kampfführung spendet insgesamt 2400 Euro für einen gemeinnützigen Zweck.

„Es wurde mal wieder Zeit“, sagte Kommandeur Elmar Henschen - schlicht und einfach. Damit meinte er die Spende in Höhe von 1000 Euro, die das Frankenberger Bataillon für Elektronische Kampfführung 932 in Nahrungsmittel investiert hat, um sie der Frankenberger Tafel zukommen zu lassen.

Zeit zum Spenden hat sich das Bataillon reichlich genommen: Nicht nur der Frankenberger Tafel, sondern auch der deutschen Kinderkrebshilfe und dem Bundeswehr-Sozialwerk kommen finanzielle Unterstützung zugute. Möglich wurde dies zum einen durch den Erlös der Tombola während der 50-Jahrfeier der Burgwaldkaserne, die Major Axel Schröder organisiert hatte.

Bemerkenswerte Kaufleute

„Es gab 4000 Lose und 1000 Preise“, sagte Schröder. Henschen zeigte sich besonders begeistert von der Unterstützung der Frankenberger Kaufleute: „Es ist bemerkenswert, wie viele Preise sie gespendet haben“, stellte er anerkennend fest.

Da der Herkules-Markt allein 400 Sachpreise für die Tombola zur Verfügung gestellt hatte, entschied sich das Bataillon dafür, in dieser Edeka-Filiale die Nahrungsmittel für die Frankenberger Tafel einzukaufen. Im Wert von 1000 Euro erwarb das Bataillon Dosenware, Käse, Kakao und Rindsbouillon.

Die ehrenamtlichen Tafel-Mitarbeiter zeigten sich dankbar für die Nahrungsmittel - auch wenn sie laut Schriftführer Hans-Jürgen Wilhelm vermutlich bereits in zwei bis vier Wochen aufgebraucht sein werden. „Es werden immer mehr Menschen, deren Geld zum Leben trotz Arbeit einfach nicht ausreicht“, erklärte er. Besonders benötigt werden laut Vorstandsmitglied Gisela Euring immer frisches Obst und Gemüse. Weitere 1000 Euro aus dem Erlös der Tombola spendete das Bataillon an das Bundeswehr-Sozialwerk.

Unterstützung für Soldaten

„Es unterstützt Soldaten, die in Not geraten sind, und Soldatenfamilien“, erläuterte Henschen. Der Regionalstellenleiter des Sozialwerks, Hauptmann a.D. Horst Hönig, zeigte sich nicht nur begeistert von dem Scheck im Wert von 1000 Euro, sondern auch von dem in Höhe von 400 Euro. Diesen Betrag hatte nämlich die Pfandflaschensammelaktion in der Burgwaldkaserne eingebracht, die Hauptfeldwebel Matthias Goetsch bereits im vergangenen Jahr initiiert hatte. Soldaten werfen bei dieser Aktion in umfunktionierte Sammeltonnen Pfandflaschen und -Dosen ein. Der Erlös kommt ausschließlich dem Sozialwerk zugute, das somit insgesamt 1400 Euro erhielt.

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