Geschäftsführer: Betrieb im Feriendorf Frankenau geht nach Verkauf weiter

Das Feriendorf soll auch nach dem Verkauf des Haupt- und Verwaltungsgebäudes bestehen bleiben. Das sagte der Geschäftsführer Louis Janssens am Dienstag gegenüber der HNA.

Nachdem Janssens am Montag per Pressemitteilung über seinen Rückzug aus dem Geschäft mit dem Feriendorf informiert hatte (HNA berichtete), war der 60-Jährige telefonisch nicht mehr zu erreichen. Am Dienstag ging er dann doch ans Handy, als ihn die HNA anrief. Janssens betonte noch einmal, dass der Betrieb im Feriendorf auch nach dem Verkauf weiterlaufen werde.

„Die Freizeitanlage steht auf einem guten Fundament. Wir schauen ganz konkret nach einem Käufer oder Investor, der das Feriendorf in der derzeitigen Form weiterbetreiben soll. Mit Eva Sietsma und Rudy Karrenbeld sind zwei junge Leute im Feriendorf, die dem Park eine Seele zurückgegeben haben und die Leitung sowie die Gastronomie hervorragend machen. Die Ferienhäuser sind in einem guten Zustand und die Touristenzahlen steigen“, sagt Janssens. Aktuell gebe es aber noch keinen Interessenten für das Feriendorf. „Dass ich verkaufen werde, steht aber auch erst seit ein paar Tagen fest“, sagt der 60-Jährige.

Louis Janssens will sich komplett aus Deutschland zurückziehen und in seine Heimat, die Niederlande, zurückkehren. Er verkauft daher neben dem Haupt- und Verwaltungsgebäude des Feriendorfs Frankenau auch noch sein Hotel „Carpe Diem“ in Kirchhundem (Sauerland) und sein Hotel „Waldhaus“ in Winterberg. „Ich bin jetzt 60 Jahre alt und lasse jetzt Jüngeren den Vortritt“, sagt Janssens.

Magistrat wurde überrascht 

Die Stadt Frankenau wurde von der Verkaufs-Nachricht am Montag völlig überrascht. „Es sind offensichtlich private Gründe, die Louis Janssens zu diesem Schritt bewegen. Das akzeptieren wir natürlich“, sagt Bürgermeister Björn Brede, der am Montag kurzfristig eine Magistratssitzung zum Thema „Feriendorf“ einberief. „Die Stadt wurde bereits gefragt, ob sie einen möglichen Käufer oder Investor kenne. Aber zum jetzigen Zeitpunkt haben wir keinen, den wir Herrn Janssens nennen können. Fakt ist, die Stadt wird das Gebäude auf keinen Fall kaufen“, sagt Brede.

Der Frankenauer Rathaus-Chef und der Magistrat sind guter Hoffnung, dass der Betrieb im Feriendorf wie gewohnt weiterläuft und die Freizeitanlage auch nach einem Verkauf bestehen bleibt. „Wir gehen von einem reibungslosen Übergang aus. Im Feriendorf herrscht eine positive Stimmung und die Buchungen haben laut der Betreiber weiter zugenommen“, so Brede.

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Quelle: HNA

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