Dorfjubiläum wird im nächsten Jahr mit Hugenottenabend, Kommers und Stehendem Festzug begangen

Louisendorfer planen 325-Jahr-Feier

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Vor der sanierten Schulscheune in Louisendorf blüht Lavendel. Die duftende Pflanze erinnert an die französischen Wurzeln des Dorfes, das vor 324 Jahren von Hugenotten gegründet wurde. Im nächsten Jahr wird das Jubiläum gefeiert. Fotos: Andrea Pauly

Frankenau-Louisendorf - Im nächsten Jahr feiert das Hugenottendorf Louisendorf sein 325-jähriges Bestehen mit einem Dorffest. Der Festausschuss bereitet diese Feier bereits seit einem halben Jahr vor. Doch noch liegt viel Arbeit vor den Louisendorfern.

Die wichtigsten Punkte - der Zeitpunkt und das Programm - sind bereits geklärt: Gefeiert wird am ersten Augustwochenende 2013, als Band für den musikalischen Rahmen ist der Vertrag mit der Stimmungskapelle „Donau-Power“ bereits unterzeichnet. Seit Dezember bereitet ein Festausschuss die 325-Jahr-Feier vor. Darin haben sich viele junge, aber auch erfahrene Louisendorfer zusammengefunden, um ein fröhliches Fest auf die Beine zu stellen.

Im Dezember hatte sich der Festausschuss nach einer Dorfversammlung gegründet, seither haben die 15 Mitglieder fünf Mal getagt und dabei schon einige Ideen zusammengetragen. Nachdem die hugenottischen Orte Mariendorf und Schwabendorf ihre Jubiläen bereits gefeiert haben, ist es den Louisendorfern wichtig, deren Feste nicht zu kopieren, sondern eine ganz eigene Jubiläumsfeier zu organisieren. „Wir unterscheiden uns ohnehin schon von ihnen, weil wir die Partnerstädte Die und Wirksworth haben und diese mit uns feiern werden“, erläuterte Heinz Berg, der Mitglied im Festausschuss ist. Vor allem für die Freunde aus Die ist das Fest von Bedeutung: Denn von dort stammten die Hugenotten, die als Glaubensflüchtlinge im Jahr 1688 das Dorf am Rande des Kellerwalds gründeten.

Für jeden Tag des langen Wochenendes haben die Louisendorfer bereits Programmpunkte geplant: Am Donnerstag, 1. August, startet das Fest mit einem Kirchgang nach Frankenberg. Dort gingen die Louisendorfer Hugenotten bis zum Bau des eigenen Kirchleins 1702 zum Gottesdienst. In Erinnerung an diese Zeit wollen die Bürger aus dem Jubiläumsdorf gemeinsam mit ihren Gästen aus den Partnerstädten nach Frankenberg wandern, wo im ehemaligen Kloster St. Georgenberg (heute Heimatmuseum) der Gottesdienst für sie stattfindet.

Am Freitag feiern sie mit ihren Freunden aus den Partnerstädten und den anderen Hugenottendörfern im Rahmen eines „Hugenottenabends“ das Jubiläum. Am Samstagabend steht der Kommers auf dem Programm, also der offizielle Festakt zum Dorfjubiläum, bevor am Sonntag ein Stehender Festzug möglichst viele Gäste ins kleine Dorf locken soll. Dabei bildet die Hugenottengeschichte zwar einen Schwerpunkt, dennoch sollen auch andere Themen und Stände ihren Platz im Stehenden Festzug finden.

Gefeiert wird auf dem Platz unterhalb des Dorfgemeinschaftshauses. Damit dort genügend Platz für das große Festzelt ist, wird der Spielplatz ein wenig umgestaltet, erläuterte Karoline Bastet vom Vorstand des Festausschusses.

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