Bau des Radwegs zwischen Hallenberg und Bromskirchen

Lückenschluss für Radler

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Auf der Bundesstraße 236 entsteht am Ortseingang von Hallenberg in Richtung Bromskirchen derzeit ein Rad- und Gehweg. Es ist der Lückenschluss des Radwegs zwischen Winterberg und Allendorf. Die Strecke wird künftig Teil des Ruhr-Eder-Radwegs sein.Foto: Treude

Hallenberg/Bromskirchen - Bereits 2008 wurde der Linspher-Radweg zwischen Allendorf und Bromskirchen eröffnet. Mit dem Bau des Radwegs am Ortseingang von Hallenberg erfolgt nun der lückenlose Anschluss bis nach Winterberg.

Autofahrer, die von Somplar oder Bromskirchen kommend derzeit nach Hallenberg wollen, müssen am Ortseingang an der Kreuzung Bundesstraße 236/Somplarer Straße Geduld mitbringen. In diesem Bereich wird der Verkehr mit Ampeln geregelt. Auf etwa 330 Metern entsteht in Hallenberg und Richtung Bromskirchen seit Anfang Juni ein Rad- und Gehweg. Die Kosten dafür liegen bei etwa 335000 Euro.

Ende September soll der Geh- und Radweg freigegeben werden

Der kurze Abschnitt bildet den Lückenschluss und verbindet künftig den Radweg auf westfälischer Seite mit dem Linspher-Radweg auf hessischer Seite. Diese sollen Teil des großen Ruhr-Eder-Radwegs werden (siehe Hintergrund). Die Fertigstellung des Teilstücks verzögert sich etwas und ist laut Klaus Cramer, Baubewacher von Straßen NRW, für Ende September geplant. Bis dahin wird die Bundesstraße weiter nur halbseitig befahrbar sein.

Die Arbeiten sind mit einigem Aufwand verbunden. Die Bundesstraße wurde auf etwa 200 Metern neu asphaltiert. Im Bereich der Ortsdurchfahrt wird die Fahrbahn durch den Radweg etwas schmaler. Zudem wurden neue Wasserleitungen verlegt. Diese Arbeiten gestalteten sich schwieriger als gedacht, sodass sich die Verzögerung ergeben habe, erklärt Cramer.

Radler werden in Hallenberg künftig am Rewe-Markt vorbei über die Kreuzung B 236/Somplarer Straße geführt, nach einigen Metern in Richtung Bromskirchen zweigt der Radweg dann in einen Feldweg ab und geht über in den Linspher-Radweg in Richtung Tunnel. Das Teilstück von der Kreuzung in Richtung Bromskirchen soll im nächsten Bauabschnitt entstehen.

Dass der Radweg auf dem kurzen Stück überhaupt entlang der Bundesstraße verlaufen muss, liegt daran, dass die alte Bahntrasse in einem Teilbereich einem Unternehmen gehört. Ansonsten verläuft der Radweg zwischen Winterberg und Allendorf künftig vor allem auf der ehemaligen Bahnstrecke.

Ende September soll der kombinierte Rad- und Gehweg dann freigegeben werden. Damit endet vor allem auf westfälischer Seite eine Odyssee. Bereits 2002 wurde die Strecke zwischen Zü­schen und Hallenberg eröffnet. 2013 folgte der Abschnitt von Züschen nach Winterberg, während auf hessischer Seite 2008 die Strecke zwischen Allendorf und Bromskirchen eröffnet wurde. Künftig ist also lückenloses Radeln möglich.

Hintergrund

Neun Kommunen aus Waldeck-Frankenberg planen gemeinsam mit Gemeinden und Städten aus dem Sauerland den Ruhr-Eder-Radweg. Dieser soll auf etwa 200 Kilometern von Winterberg unter anderem über Hallenberg, Bromskirchen, Allendorf und Frankenberg am Edersee entlang nach Korbach, Medebach, Willingen, Brilon und Olsberg führen. Ziel des Rundwegs ist wieder in Winterberg. Dafür müssen keine neuen Radwege gebaut werden, denn es werden größtenteils bereits vorhandene Strecken genutzt – wie Linspher- oder Edersee-Bahnradweg. Angeführt wird das Projekt, das bis Frühsommer 2015 umgesetzt werden soll, vom Verein „Sauerland-Radwelt“. Die Waldeck-Frankenberger Kommunen beteiligen sich an der projektbezogenen Partnerschaft mit Beiträgen zwischen 500 und 3000 Euro. (tt)

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