Kammer-Ensembles des Heeresmusikkorps in Gemünden

Märchen und Weihnachten

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Die Formation „Brass5‘tett“ des Kasseler Heeresmusikkorps spielte aus Engelbert Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“.Fotos: Mark Adel

Gemünden - "Abends will ich schlafen gehen"“: Mit dem berühmten Abendsegen aus der Märchenoper "Hänsel und Gretel" eröffneten die Militärmusiker das Programm.

Drei unterschiedliche Kammermusik-Ensembles des Kasseler Heeresmusikkorps haben am Mittwochabend in der Gemündener Stadtkirche musiziert und dabei eine große Bandbreite gezeigt. Die Gesamtleitung hatte Oberstabsfeldwebel Peter Cloos.

Knapp die Hälfte des Programms wurde von Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ gefüllt, vorgetragen vom Blechbläserquintett „Brass5‘tett“ in einer speziellen Bearbeitung für diese Besetzung. Als Erzähler fungierte Stabsfeldwebel Andreas Alschinger, der auch durchs Programm führte - in dieser Funktion ist er meist auch im Sinfonischen Blasorchester und in der Egerländer Besetzung des letzten hessischen Militärorchesters zu sehen. Von der Kanzel aus erzählte er das bekannte Märchen und ergänzte damit die berühmten Klänge. Rund 100 Besucher lauschten andächtig.

Filigrane Klänge folgten mit dem Klarinettenensemble: angefangen vom rhythmischen „Four Latin Lovers“ über Karl Jenkins‘ „Palladio“ zu „Cinderalla‘s Dance“ - Letzteres bekannt als Titelmelodie des Films „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Die beiden letzten Stücke waren von Frank Seibel arrangiert worden, der die Bassklarinette im Ensemble spielt. Er ist wohl bekannt in der Region, stammt gebürtig aus Battenberg und leitete dort viele Jahre den Musikzug.

Das Holzbläserquintett präsentierte sich in klassischer Besetzung mit Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Waldhorn, zusätzlich noch mit Percussion. Das Programm der Gruppe war rein weihnachtlich geprägt: „Hark the Herald Angels Sing“, die „Petersburger Schlittenfahrt“ und das Medley „The Festive Five“. Der Erlös des Konzerts kommt der „Aktion für behinderte Menschen“ in Waldeck-Frankenberg zugute, dessen Vorsitzender, Oberst a. D. Jürgen Damm, den Musikern überschwänglich dankte. Pfarrer Hermann Noll und Bürgermeister Frank Gleim hatten die Besucher zu Beginn begrüßt.

Von Mark Adel

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