Bromskirchen

Magerrasen soll sich wieder ausbreiten

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- Bromskirchen (sg). Wo einst Fichten standen, soll wieder ökologisch wertvoller Magerrasen gedeihen.

Wer im trüben Herbstwetter von der Fortstraße zum Lichtenberg hochblickte, sah die dunkle Masse noch auf dem Rücken stehen: Fichten. Dieser Tage bietet sich freie Sicht: Die Gemeinde hat das Wäldchen fällen lassen, nur einzelne Bäume blieben stehen. Auf der Fläche soll wieder die Kulturlandschaft entstehen, die bis in die Nachkriegszeit hinein das Bild bestimmt hat – da trieben Landwirte aus dem Dorf ihr Vieh noch auf die Weiden mit Magerrasen.

Die Fällaktion sei eingebettet in die Ziele des Landschaftsplanes, den die Gemeindevertreter schon 2001 beschlossen hatten und den die Verwaltung seitdem Zug um Zug umsetze, berichtete Bürgermeister Karl-Friedrich Frese gestern. Ein Punkt: Standortfremde Bäume sollen beseitigt werden, wenn sich die Gelegenheit bietet. So wurden bereits Fichten am Linspherbach oder Pappeln an der Nuhne gefällt – die FZ berichtete.

Auch die Fichten auf dem Lichtenberg galten als standortfremd. Der Grundstückseigentümer hatte sie vor vielen Jahren gesetzt, sich aber nicht weiter um das wachsende Wäldchen gekümmert. Sein Erbe wohnt im Bergischen Land – er bot der Gemeinde die etwa einen halben Hektar große Fläche zum Kauf an, sie griff zu. Günstig war, dass im benachbarten Staatswald gerade eine Vollerntemaschine „Harvester“ im Einsatz war, sie räumte die Bäume auf dem Lichtenberg weg. Hessen-Forst übernahm auch die Vermarktung des Holzes, 8700 Euro seien als Erlös in die Gemeindekasse geflossen, berichtet Frese.

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