Weihnachtsgottesdienst der Kegelbergschule

"Manchmal schickt uns Gott einen Engel"

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Worum ging es in der Weihnachtsgeschichte nochmal? Katharina Mühlhans, Susanne Graw und André Backhaus klärten die Schüler und Gäste darüber auf.Fotos: Marco Steber

Frankenberg - Wie sieht ein Engel aus, und wo begegnen wir ihnen täglich? Diesen Fragen haben sich die Kegelbergschüler in ihrem Adventsgottesdienst gewidmet.

„Heute geht es um Engel“, kurz und knapp begrüßte Schulpfarrerin Heidi Houska die Kegelbergschüler, deren Verwandte und Gäste zum Adventsgottesdienst der Kegelbergschule. Die Schüler hatten sich ein vielfältiges Programm einfallen lassen. Engel standen im Vordergrund und die Fragen, wie eigentlich ein Engel aussieht oder wo sie Engeln begegnen können.

Mit „Herbei oh ihr Gläubigen“ eröffneten die rund 150 Gäste in der Frankenberger Liebfrauenkirche gemeinsam den Abend. „Gibt es Engel und wenn ja wie sehen sie aus?“, dieser Frage widmete sich die Berufsorientierungsklasse II (BOS). Über einen Beamer haben sie verschiedene Bilder an die Wand geworfen. Die Schüler erklärten, was auf den einzelnen Bildern zu sehen ist. Es gibt Engel, wie auf dem bekannten Bild des Künstlers Raffael, das als Vorbild für viele Engelsbildnisse gilt. Sogenannte Trauerengel, die kein Gesicht haben und sich so unsrer Vorstellung entziehen und Engel, die für Gott Kämpfen.

„Manchmal sind wir selber zu laut, manchmal sind wir zu sehr mit uns selbst beschäftigt“, mahnte Pfarrerin Houska in ihrer Predigt. „Wir brauchen ein weites Herz, ein Herz so groß wie eine Schale“, sagte sie. Eine Schale die mit einem Krug Freundlichkeit oder einem Krug Liebe gefüllt werden könne. Doch der Inhalt dürfe nicht überschwappen. Maria sei eine Frau mit einem solch weiten Herz gewesen, sagte Houka. Sie begegnete dem Engel Garbriel, der ihr verkündete, dass sie die Mutter von Gottes Sohn sein solle.

Katharina Mühlhans, Susanne Graw und André Backhaus stellten die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium als Schattenspiel auf der Leinwand dar. Sie erzählten die Geschichte des beschwerlichen Weges von Maria und Josef nach Bethlehem. Ohne Auto, sondern mit einem Esel machten sie sich auf den Weg. Später folgten die drei Weisen, die nicht etwa mit Hilfe von GPS nach Bethlehem kamen, sondern durch einen hellen Stern. Die Klasse BOS III zeigte, dass Engel auch im täglichen Leben anzutreffen sind. Die Schüler der Kegelbergschule treffen solche Engel jeden Tag - in ihren Betreuern.

„Manchmal stellt sich mitten am Tag ein Engel in den Weg. Unsichtbar durchkreuzt er all meine Pläne und zwingt mich, eine andere Richtung einzuschlagen. Erst sehr viel später vermag ich zu sagen: Gott sei Dank“, sagte der Schulleiter Harald Vogler zum Abschluss des Gottesdienstes und bedankte sich bei allen Beteiligten für die tatkräftige Unterstützung. Vor allem galt sein Dank den Mitarbeitern, die ein freiwilliges soziales Jahr an der Kegelbergschule absolvieren. Silke Rahn, Ina Querl, Nadine Janowski Lara Bornmann und Tom Dudek bekamen für ihren Einsatz ein kleines Geschenk überreicht.

In diesem Jahr sei vieles anders, sagte Vogler und nannte vor allem den Umbau in der Kegelbergschule. Auch der Adventsgottesdienst sei in diesem Jahr eine ganz besondere Sache. Sonst fanden die Gottesdienste zu einem anderen Zeitpunkt statt. Im Anschluss an den Gottesdienst trafen sich Schüler, Eltern und Gäste im Gemeindehaus um Kaffee und Kuchen zu genießen.

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