Raffaele Giuda aus Battenberg nimmt an WM teil

Mit Mango und Kiwi zur Gold-Pizza

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Pizzabäcker Raffaele Giuda aus Battenberg (Mitte) mit Ehefrau Cosima und seinem Angestellten Gennaro Longobardi und der „Pizza Exotica“, die ihm eine Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften der Pizzabäcker eingebracht hat.Foto: Mark Adel

Battenberg - Aus der ganzen Welt kommen italienische Pizzabäcker einmal im Jahr nach Rimini und messen sich im Pizzabacken. Zum ersten Mal mit dabei war Raffaele Giuda aus Battenberg. Mit einer ungewöhnlichen, aber leckeren "Pizza Exotica" überzeugte er die Jury.

Beim Gedanken an eine Pizza mit Mango, Avocado und Kiwi legen nicht nur gutbürgerliche deutsche Pizzaesser die Stirn in Falten: „Die Jury hat auch erst mal verwundert geguckt“, sagt Raffaele Giuda. Beim Probieren wurde daraus Bewunderung - bei Juroren wie bei Normalessern: Giudas Pizza schmeckt - und hat bei den Weltmeisterschaften der Pizzabäcker in Italien eine Goldmedaille bekommen.

„Es ist eine Vitaminbombe, mehr eine Sommerpizza“, sagt „Raffa“, wie der 52-jährige Italiener gemeinhin genannt wird. Seit sechs Jahren betreibt er das Restaurant „Pizza DaRaffa - Trattoria Mediterranea“ am Eisenberg in Battenberg.

Mit der Teilnahme an der WM in Rimini hat er schon lange geliebäugelt und sich in diesem Jahr endlich ein Herz gefasst - mit Erfolg. Der Verband italienischer Pizzabäcker richtet den Wettbewerb jedes Jahr aus. Er war einer von 76 italienischen Pizzabäckern, die aus verschiedenen Ländern zusammenkamen, um ihre Backkünste zu messen. Da war das Besondere gefragt, um bei den Testessern zu punkten - das wusste Raffa. „Ich bin das volle Risiko eingegangen“, erzählt er - und der Erfolg gibt ihm Recht.

Unter die besten drei ist er zwar nicht gekommen, aber immerhin hat er eine von nur acht „goldenen Pizzas“ mit nach Battenberg nehmen dürfen. Was genau er machen wollte, hat er sich vorher überlegt und dazu lange experimentiert. Rucola, Parmesan, frische Champignons und Mozzarella waren schnell als Zutaten gefunden. „Aber da fehlte noch was“, erinnert sich der Giuda, der gastronomischer Autodidakt ist und das Pizzabacken in Kursen in Rimini gelernt hat.

Avocado, Kiwi und Mango kamen noch hinzu - und fertig war die „Pizza Exotica“. „Ich musste es der Jury erklären“, sagt Raffa und lacht. Die prämierte Pizza soll bald auch auf der Karte seines Restaurants zu finden sein - ebenso wie Pizzen für Diabetiker, für Sportler oder ohne Gluten: Raffaele Giuda ist für Neues offen. Da kam die Pizza-WM in Italien gerade recht. „Ich habe dort viel gelernt“, sagt er und fügt lachend hinzu: „Nächstes Jahr mache ich wieder mit. Dann will ich Erster werden.“

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