Frankenberg

Mit Markt eine „Marktlücke entdeckt“

- Frankenberg (gi). Der zweite „Markt im Klosterhof“ hat alle Erwartungen übertroffen. Auf Frankenbergs schönstem Platz, umringt von den Mauern des ehemaligen Kloster St. Georgenberg, herrschte am Samstag reger Betrieb.

Die Besucher aus Stadt und Land „schoben“ sich zeitweise regelrecht durch die Budengassen. Es roch nach Glühwein, Mandeln, Flammkuchen und Waffeln. Das Angebot in den mit viel Liebe zum Detail herbstlich geschmückten Hütten war reichlich, gut sortiert und stand auf hohem Niveau: Handarbeiten aus Wolle und Papier, Holzwaren für Küche und Kinder, Kunst aus Ton, handgefertigter Schmuck sowie jede Menge Informationsmaterial zu den Themen „Treffpunkt“, THW-Jungend, „Gärten unserer Heimat“ und Naturschutzjugend. Wärmende Behaglichkeit Nicht minder interessant war das Angebot an musikalischen und kulturellen Darbietungen, „Open Air“ und in der Mauritiuskapelle. Viel Applaus ernteten die Geismarer Trommelgruppe „Nala Guitar“ unter der Leitung von Ute Golde sowie der Kinderchor und das kleine Blasorchester der Ortenbergschule unter der Leitung von Miriam Meyer, das Alphornbläser-Quartett Rengershausen, die kleinen Künstler der Musikschule von Sonja Harlinghausen, die A-capella-Gruppe unter Leitung von Johanna Tripp und das bekannte „Duo Mondsüchtig“ mit Charlotte Pierre und Eugen Wiedemann. Die Mauritiuskapelle war wiederholt restlos ausgebucht. Zwischendurch erzählte Brigitte Giebel, untermalt mit selbst gefertigten Handpuppen, Märchen und Geschichten für die jüngsten Besucher, die mit Begeisterung bei der Sache waren. Und sogar ein Drehorgelspieler wirkte mit: Dekan i. R. Klaus Schimmel aus Michelstadt im Odenwald. Er war Ende der 1960er Jahre Pfarrer in Frohnhausen. Bei Einbruch der Dunkelheit wurden die Klostermauern anheimelnd angestrahlt; im Zentrum des Marktes prasselte ein Feuerkorb und sorgte für wärmende Behaglichkeit.Ein Stündchen Regen zwischendurch wurde verschmerzt. Den ganzen Tag über war das angrenzende Heimatmuseum geöffnet. Museumsleiter Pfarrer a. D. Heiner Wittekindt hatte alle Hände voll zu tun. Der Geschichtsverein stellte einen Büchertisch mit Heimatliteratur auf. Kurzum, ein erschöpfendes attraktives Angebot für jeden Geldbeutel. Und wem haben vielen hundert Gäste diesen originellen Markt zu verdanken? Dem Verein „Lebendige Altstadt“, Sektion „AG Veranstaltungen“; ein reines Damenteam mit Daniela Engelhardt und Silke Held an der Spitze. Seit Monaten war der Markt bis ins Detail vorbereitet worden, stets in der bangen Hoffnung, „ob er auch angenommen wird“? Der beeindruckende Erfolg vom Samstag spricht für sich. Daniela Engelhardt: „Mit Sicherheit wird es nächstes Jahr um diese Zeit wieder einen solchen Markt geben.“ Und Silke Held: „Der Erfolg beflügelt uns. Ich glaube, wir haben in Frankenberg eine Marktlücke entdeckt...“ Der Reinerlös des Klostermarktes fließt der Stadt Frankenberg für Sanierungszwecke zu. Dem Vernehmen nach soll der der Burgberg „aufgemöbelt“ werden.

Kommentare