Polizei widerspricht der Darstellung des Pächters

Massenschlägerei mit 30 Männern: „Streife war nach 7 Minuten vor Ort“

Bad Arolsen. Widersprochen hat Polizei-Pressesprecher Volker König nach einer Massenschlägerei in Bad Arolsen der Darstellung des Pächters der Avalon-Bar.

Die Darstellung des Pächters Kevin Weidenbach stehe „im krassen Widerspruch zum Einsatzprotokoll“, betont Volker König. Sofort nach Eingang des Notrufes um 3.43 Uhr habe der Bad Arolser Dienstgruppenleiter Verstärkung aus anderen Dienststellen angefordert. Nachweislich sei die erste Streife der Polizeistation Bad Arolsen „bereits sieben Minuten nach Eingang des Notrufes am Einsatzort“ gewesen. Die Verstärkungskräfte aus Korbach und Wolfhagen seien nach 22 Minuten (um 4.05 Uhr) eingetroffen, die Verstärkung aus Kassel entfernungsbedingt etwas später.

„Die eingesetzten Beamten wurden aus den rivalisierenden, hoch erregten und teils alkoholisierten Gruppen heraus verbal angegriffen und beleidigt“, schreibt der Polizei-Pressesprecher. „Immer wieder versuchten Streithähne, aufeinander loszugehen, konnten aber von anderen Gruppenmitgliedern, durch die polizeiliche Präsenz und durch die Androhung von Schlagstock- und Pfeffersprayeinsatz daran gehindert werden.“ Erst nach der räumlichen Trennung und dem Aussprechen von Platzverweisen habe sich ein Großteil der beiden Gruppen entfernt.

Die Ermittlungsarbeit der Polizei sei durch Schaulustige erschwert worden. Ein Zuschauer habe „sogar kurzfristig in Gewahrsam genommen“ werden müssen, weil er einem ausgesprochenen Platzverweis nicht nachgekommen sei und die polizeiliche Arbeit behindert habe.

„Die polizeilichen Maßnahmen richteten sich also nicht gegen friedliche Gäste der Diskothek“, betont Volker König.

„Einsatzmaßnahmen der Polizei werden immer wieder kritisch betrachtet und hinterfragt. Das ist auch gut so, denn polizeiliches Handeln muss sich an Recht und Gesetz orientieren“, stellt der Polizei-Pressesprecher grundsätzlich fest. (nh/off)

Quelle: HNA

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