Battenberger in Berlin

Masterplan für attraktives Battenberg

+

Battenberg / Wiesbaden - Die Delegation stellte Ergebnisse ihres Projekts "Zukunftssicherung Battenberg" vor.

Es sei ein lebendiges Projekt, erkärte Staatsminister Axel Winter-meyer, innerhalb von drei Monaten sei schon viel erreicht worden. Diesen positiven Eindruck hatten er und die Besucher aus Battenberg, die am Samstag in der Staatskanzlei eine Zwischenbilanz zogen.

Der Staatsminister hatte Bürgermeister Heinfried Horsel und die Projekt-Mitarbeiter eingeladen, um sein großes Interesse am Projektverlauf zu bekunden. Er erwartet aus dem Projekt gute Hinweise für die Entwicklung in Battenberg und Schlussfolgerungen für die Landespolitik. Mit dem touristischen Teils des Besuches in der Landeshauptstadt dankte der Staatsminister den engagierten Einwohnern. In der Staatskanzlei gab es einen regen Gedankenaustausch.

In seiner Ansprache wies Wintermeyer darauf hin, dass die mit der Kasseler Universität ausgearbeiteten Ergebnisse dabei helfen sollten, ähnliche Vorhaben in anderen vom Bevölkerungswandels betroffenen hessischen Gemeinden umzu-setzen. Er betonte, dass dieser Wandel auf dem Land nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung anzusehen sei. Dabei komme es darauf an, dass die Einwohner die Gestaltung ihrer Zukunft selbst in die Hand nähmen und Verantwortung trü-gen. Die Landesregierung könne nur die Rahmenbedingungen festlegen, Anstöße geben und in begrenztem Ausmaß Gelder zur Verfügung stellen. „Genau dies haben wir in Battenberg getan“, erklärte Wintermeyer.

Er äußerte sich überzeugt, dass in Battenberg der wichtigste Schritt schon getan sei. So erinnerte er an die mit über 100 Besuchern überaus gut besuchte Auftaktversammlung im April in der Burgberghalle. Wintermeyer stellte zufrieden fest, dass sich anschließend viele Battenberger zur Mitarbeit mit Professor Eichenlaub und seinem Team von der Kasseler Uni bereit erklärt hätten.

Horsel erläuterte, dass die Battenberger in drei Workshops mit der Uni viele Ideen und Projekt-Vorschläge entwickelten, die wichtige Bausteine für eine zukunftsfähige, moderne und attraktive Stadt sein können. Das fertige Konzept stelle den Masterplan für eine attraktive, liebens- und lebenswerte Stadt dar. Der Bürgermeister wies aber auch darauf hin, dass es ohne eine großzügige finanzielle Unterstützung des Landes nicht gehen werde.

Aufmerksam und interessiert verfolgten alle in der Staatskanzlei die Präsentation des Projekt-Zwischenergebnisses von Professor Alexander Eichen-laub und seinem Team. Er lobte die gute Bürgerbeteiligung und berichtete, dass die Arbeit in den Workshops immer intensiver und aufschlussreicher werde. Die Universität helfe, das Verfahren in Gang zu setzen. Bei den Lösungen sei jedoch Eigeninitiative gefordert. Auch die Projekt-Mitarbeiter steuer-ten noch Informationen zur Präsentation bei. Sie nannten die akuten Probleme und die geplanten Verbesserungen.

Bürgermeister Horsel dankte für die Einladung in die Staatskanzlei. Er überreichte Präsente an Minister Wintermeyer, Referentin Christine Schröder-Schönberg und Ministerialrat Matthäus Friederich.

Zu Beginn des Besuchs wurden die Battenberger durch Räume der Staatskanzlei geführt. Am Nachmittag waren sie zu Gast im Kloster Eberbach im Rheingau, wo sie an einer Führung mit Weinprobe und an einer Kaffeetafel teilnahmen.

Der nächste Workshop der Arbeitsgruppen ist am Montag, 13. August, um 18 Uhr in der Gesamtschule. Im Internet gibt es unter www.projekt-battenberg.de weitere Infos.

Von Peter Bienhaus

Kommentare