Landwirt Olaf Fackiner aus Dainrode erhält Auszeichnung für seine Kuh Babs

Mehr als 100 000 Liter Milch gegeben

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Eine Schärpe für Kuh Babs, Urkunde und Blumen für die Besitzer: Über die Auszeichnung ihres Tieres freut sich die Familie Fackiner, von links Karin, Fabian, Heinrich, Sarah, Olaf und Heike Fackiner mit Pia.

Frankenau-Dainrode - Sie ist 14 Jahre alt, hat sieben Kälber geboren und mehr als 100?000 Liter Milch gegeben: die Kuh Babs, die auf dem Birkenhof in Dainrode zu Hause ist. Die herausragende Milchleistung des Tieres wurde nun offiziell gewürdigt.

Es ist die erste Kuh auf dem Birkenhof von Olaf Fackiner, die diese „magische“ Marke erreicht und überschritten hat. Babs hatte zuletzt im Februar 2010 gekalbt – zum siebten Mal. Damit liegt sie unter dem Durchschnitt anderer 100?000-Liter-Kühe, die meistens neun Kälber bekommen haben, sagte der Zuchtleiter des Landesbetriebs Landwirtschaft, Jost Grünhaupt. Auch die Mutter von Babs lag mit acht Kälbern etwas unter der Norm. Mit ihren 14 Jahren gibt Babs noch immer täglich 15 bis 18 Liter Milch. Gemolken werden sie und ihre Stallgenossinnen in einer 20 mal 40 Meter großen Melkhalle. „Dort schafft eine Person unseren Kuhbestand in drei Stunden“, sagt Olaf Fackiner. Der Birkenhof am Ortsrand von Dainrode ist der letzte Milchviehbetrieb des Frankenauer Stadtteils. Der moderne Betrieb war am Tag der Auszeichnung auch Ziel einer Gruppe Züchterkollegen, die sich bei den Fackiners über die aktuellen technischen Möglichkeiten und die Tierhaltung auf dem Birkenhof informierten. Judith Garthe-Metz, Vorsitzende der Bezirksgruppe Frankenberg in der Zucht- und Besamungsunion Hessen, beglückwünschte die Familie. „Früher gab es einmal 59 Milchviehzüchter in Dainrode. Der letzte, der übriggeblieben ist, ist Olaf Fackiner“, erinnerte die Ellershäuserin. Der Besitzer von Babs blickte ebenfalls zurück und verwies auf die Entwicklung des Hofes: „Bisher hat sich unsere Herde alle zehn Jahre verdoppelt“, berichtete der Landwirt. Tierarzt Thorsten Fröhlich lobte die ausgezeichnete Kuh: „Babs ist eine ganz Ruhige“, sagte er. Sarah Fackiner hatte als geübte Jungzüchterin die Vorführung des Tieres übernommen. Nachdem das Band und die Urkunde überreicht wurden, waren Freunde und Kollegen sowie die Gäste der beteiligten Institutionen zu einem Imbiss eingeladen.

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