Gemünden

Mehr Farbe in den Steinweg bringen

- Gemünden (gl). Die vorherrschende Farbe am Gemündener Steinweg ist – neben Schiefer und etwas Fachwerk – Putzgrau. Mit Motiven von Triptychon soll sich das ändern.

Sie ist eine sehr bunte Ausnahme im zurückhaltenden Bild des Steinwegs: die Eisdiele San Marco. Die Fassade des Gebäudes hebt sich ab von Fachwerk, Schiefer und oftmals grauem Putz der Nachbarn. Geht es nach Boris Dippel, bei der Stadt Gemünden für die Kulturarbeit und das Stadtmarketing zuständig, bleibt der Laden mit den bunten, kalten Bällchen und der bunten Fassade keine Ausnahme.

Dippel erinnert an einen Fördertopf in Höhe von 12 000 Euro für die ansprechende Renovierung der Fassaden im Steinweg. Den gibt es bereits einige Jahre, genutzt aber hat ihn bis heute niemand – bis auf die Inhaber der Eisdiele. Dabei gibt es konkrete Vorstellungen, wie der Steinweg künftig aussehen könnte – ganz unabhängig von einem möglichen Umbau, der auch das Parlament bereits beschäftigt hat.

Mit der Gruppe „Triptychon“ hat Gemünden eine äußerst aktive Künstlergruppe, die sich auch der Fassadenverschönerung annehmen würde. Die Künstler haben bereits einige Fassaden am Computer „neu bemalt“. Die Ergebnisse sind zwar für jedes Haus individuell, aber laut Dippel auch auf andere Fassaden anpassbar. Das Ziel: Jede Fassade soll mit einem eigenen Gemälde versehen werden, am Ende entsteht so ein neues Kunstwerk – das „Gesamtkunstwerk Steinweg“.

„Es gibt eine große Auswahl“, sagt Dippel über die vielseitigen Vorschläge von Triptychon. Allerdings: „Der klassische, röhrende Hirsch oder der Auerhahn sollen vermieden werden.“ Es gehe um moderne Kunst. Für einige Häuser haben die Künstler gleich mehrere Vorschläge vorbereitet.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 22. September.

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