Schilder am Battenfelder Kreisel werden übersehen

Mehr Licht für den Unfall-Kreisel

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Nachts wird es ziemlich dunkel am Battenfelder Kreisel. Weil dort immer wieder Unfälle gebaut werden, denkt die Gemeinde über eine Beleuchtung und über zusätzliche Beschilderung nach.Foto: Mark Adel

Allendorf-Battenfeld - Eigentlich soll der Kreisel, der die Bundesstraßen 236 und 253 bei Battenfeld verbindet, Unfälle verhindern. Das gelingt nicht so recht: Immer wieder kracht es, am vergangenen Wochenende zweimal. Eine Beleuchtung soll den Kreisverkehr sicherer machen, über weitere Schilder wird nachgedacht.

Der Allendorfer Bürgermeister Claus Junghenn ist überzeugt, dass der Bau des Kreisverkehrs die richtige Entscheidung war. Schließlich kam es in den vergangenen 50 Jahren immer wieder zu schweren, teils sogar tödlichen Unfällen gekommen – dagegen erscheinen die Zusammenstöße seit der Inbetriebnahme am 6. Dezember 2012 recht harmlos.

„Die Leute passen nicht auf“, erklärt er die Unfälle. Große gelbe Schilder weisen auf den Kreisverkehr hin, Verkehrsinseln sollen die Autofahrer ausbremsen. Doch offenbar werden die Schilder immer wieder übersehen. Zuletzt war es am Wochenende zu zwei Unfällen gekommen. Eine Ursache könnte dichter Nebel gewesen sein. Ungewöhnlich sei, dass auch ortskundige Autofahrer am Kreisel Unfälle verursachen, sagte Junghenn.

Nach Angaben von Horst Sinemus, Pressesprecher von Hessen-Mobil, haben sich bislang sieben Unfälle ereignet. Dabei entstand am Kreisel ein Schaden von insgesamt etwa 7000 Euro. „Die Beschilderung müsste eigentlich jeder sehen“, sagte er. Ein Tempolimit oder zusätzliche Schilder seien bislang nicht vorgesehen.

Zuständig dafür ist der Landkreis als Verkehrsbehörde. Nach Angaben von Sprecherin Petra Frömel vom Landkreis war eine solche Möglichkeit war bereits im Dezember erörtert und verworfen worden: „Die Beschilderung wurde für ausreichend erachtet.“ Nach den beiden Unfällen am Wochenende soll das Thema aber bei einem weiteren Ortstermin nochmals diskutiert werden. Allerdings hatte es fünf Monate gedauert, bis überhaupt Schilder standen. Zunächst hatten Autofahrer oft die richtige Ausfahrt verpasst. Für 25000 Euro war der Kreisel zudem schon wenige Monate nach der Eröffnung umgestaltet worden.

Solche Probleme nach dem Bau eines Kreisverkehrs würden normalerweise nicht auftreten, sagte Sinemus. „Wir sind überrascht von der Häufigkeit, mit der Unfälle passieren.“ Allerdings seien nicht alle Vorfälle miteinander vergleichbar, sagt Sinemus. In der Tat: Es war schon Alkohol im Spiel, einmal ist in der Kurve die Ladung eines Schwertransporters heruntergerutscht, einmal hat sich der Fahrer eines Lastwagens zu sehr auf sein Navi verlassen. Bei den beiden Unfällen am Wochenende hat vermutlich dichter Nebel die Sicht der Autofahrer behindert (die FZ berichtete).

Geplant ist nun, den Kreisel zu beleuchten. Dadurch soll der Kreisel als Hindernis besser wahrgenommen werden. Leerrohre seien schon beim Bau in die Erde eingelassen worden, so dass das Verlegen der Kabel relativ einfach machbar sei. „Ich hoffe, dass das dann die Aufmerksamkeit die Autofahrer erhöht“, sagt Bürgermeister Junghenn.

Die Art der Beleuchtung müsse allerdings erst mit der Verkehrsbehörde und mit Hessen-Mobil abgestimmt werden. „Ich stelle mir indirektes Licht vor, es darf ja nicht blenden“, sagte Junghenn.

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