Umgestaltung des Neuludwigsdorfer Friedhofs geplant

Mehr Platz für Urnenbestattungen

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Immer weniger Menschen entscheiden sich für ein großes Doppel- oder Einzelgrag, die Urnenbestattung nimmt zu. Auch deshalb soll der Friedhof in Neuludwigsdorf umgestaltet werden.Foto: Treude

Bromskirchen-Neuludwigsdorf - Die Friedhöfe in Neuludwigsdorf und Bromskirchen sollen an die Entwicklungen der vergangenen Jahre angepasst werden. Während im Ortsteil eine Baumurnengrabstätte geschaffen werden soll, geht es in Bromskirchen vor allem darum, Rehe vom Friedhof fern zu halten.

Etwa 70 Prozent der Bestattungen in Bromskirchen sind Urnenbestattungen, der Trend sei steigend. Diese Zahl nannte Bürgermeister Karl-Friedrich Frese den Ortsbeiratsmitgliedern aus Neuludwigsdorf, Seibelsbach und Dachsloch am Donnerstagabend. „Wir haben innerhalb der vergangenen zehn Jahre eine völlig andere Bestattungskultur erhalten“, erklärte Frese. Das heißt, die Zahl der Doppelgräber und großer Einzelgräber geht zurück, immer mehr entscheiden sich für eine Urnenbestattung. Und das ist auch einer der Gründe, warum der Neuludwigsdorfer Ortsbeirat gerne den Friedhof umgestalten würde.

Das Büro Bioline hat sich die Friedhöfe in Bromskirchen, Neuludwigsdorf - und in Somplar im Rahmen der Dorferneuerung - angeschaut und Entwürfe erstellt. Die Pläne hat Frese den Ortsbeiratsmitgliedern und Gästen vorgestellt. Konkret soll in Neuludwigsdorf ein Art kleiner Ruheforst entstehen. Ein Baum stünde in der Mitte, um ihn herum könnten im Kreis Urnen in den Boden gelassen werden. Die Gräber können anonym verwendet werden oder mit Namen des Verstorbenen auf einer zentralen Stehle.

Lücken schließen

Weiterhin wird es für Doppel- und Einzelgrabstätten Platz geben, zudem soll mehr Raum für Urnengräber geschaffen werden. So wurde bemängelte, dass am jetzigen Standort der Urnen zu wenig Platz sei. Frese verwies auf die in diesem Jahr erlassene neue Friedhofssatzung, in der ein größerer Abstand zwischen den einzelnen Gräbern vorgeschrieben ist. Zudem sollen die Eschen auf dem Friedhof entfernt und durch Kugelahorn ersetzt werden. Die Kosten für den Umbau würden sich laut Planungsbüro auf 6500 Euro belaufen. Doch Frese geht davon aus, diese durch einige Eigenleistungen deutlich senken zu können. Der Ortsbeirat gibt das Thema weiter an die Ausschüsse und die Gemeindevertretung.

Die Mitglieder des Haupt- und Finanz- sowie des Bauausschusses haben sich bereits am Mittwochabend mit der Situation auf dem Bromskirchener Friedhof beschäftigt. Die Bürgerliste Bromskirchen hat einen Antrag zur Verbesserung der Einfriedung gestellt. Denn Rehe dringen immer wieder auf das Gelände ein und hinterlassen Schäden.

Auch mit dieser Situation haben sich Mitarbeiter des Planungsbüros beschäftigt. Die vorhandenen Lücken rund um den Friedhof sollen geschlossen werden. Denkbar ist im Bereich des Eingangs an der Kapelle eine Tür- und Toranlage. Weitere offene Stellen sollen mit Zäunen oder Hecken geschlossen werden. Am Bolzplatz könnte ein höherer Zaun als Ballfang entstehen. Sorgen bereitet eine defekte Stützmauer im Süden des Friedhofs, die saniert werden muss. Im Zuge dessen soll auch das davor liegende Feld für Kindergräber umgestaltet werden. Nahe der Baumgrabstellen soll eine Sitzgelegenheit geschaffen werden.

Die Ausschussmitglieder entschieden sich mit Blick auf die Kosten, die einzelnen Projekte Schritt für Schritt und wo es möglich ist auch in Eigenarbeit umzusetzen. Mit dem Thema beschäftigen sich dann am Donnerstag, 25. September, ab 19.30 Uhr die Bromskirchener Gemeindevertreter. (tt)

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