Haina

Mehr Raum für die Schüler

- Haina (jk). Eltern und künftige i-Männchen in Haina dürfen aufatmen: Der Kreis will ab 2012 in der Grundschule für einen zusätzlichen Klassenraum sorgen.

Das Hin und Her um die Schulbezirke in Haina und Gemünden (Wohra) sorgt seit Monaten für hitzige Debatten. Der Landkreis wollte zuletzt ab 2012 eine gründliche Zäsur umsetzen: Auch Kinder aus den Bunstruth-Dörfern Römershausen, Oberholzhausen, Mohnhausen, Halgehausen und Bockendorf sollten ab 2012 in Gemünden eingeschult werden. Nach Protesten von Eltern, Förderverein und Kommunalpolitikern gab es Anfang der Woche indes noch mal ein Gespräch mit dem Landrat. Dr. Reinhard Kubat legte im Kreistag deshalb am Dienstag kurzfristig einen neuen Vorschlag auf den Tisch: Ab 2012 soll ein Pavillon vorübergehend für einen zusätzlichen Klassenraum des Jahrgangs sorgen. Damit können die Kinder aus den Bunstruth-Dörfern weiterhin zur Grundschule in Haina gehen. Diese Lösung sei „sinnvoll und friedenstiftend“, betonte Kubat. Zumal die jüngsten Zahlen für 2012 zeigten, dass auch ohne die Kinder aus der Bunstruth in Haina ein zusätzlicher Raum benötigt werde. Für die Kinder aus den „Walddörfern“ der Gemeinde Haina – Battenhausen, Dodenhausen, Haddenberg und Hüttenrode – soll derweil alles bleiben wie früher: Sie sollen auch ab kommendem Schuljahr weiterhin in Gemünden zur Schule gehen. Claudia Ravensburg (CDU), Wilhelm Schäfer (SPD), Norbert Specht (FWG), Harald Kiel (FDP) und Christine Möller (Grüne) begrüßten Kubats Vorschlag. Der schaffe Ruhe und Sicherheit für die Hainaer Schulkinder. Der Antrag ging einstimmig im Kreistag durch. Indes fehlte es nicht an Kritik. „Kinder sind kein Verschiebebahnhof“, betonte Ravensburg. Zudem seien auch in Haina künftig Ganztagsangebote wichtig. Schäfer pochte auf eine „verlässliche Lösung“ durch den Pavillon. Der kostet laut Kreisverwaltung 12 000 bis 15 000 Euro pro Jahr.

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