Verein 825 Jahre Dodenau möchte 2013 an das historische Köhlerhandwerk erinnern

Ein Meiler als Attraktion

Planung einer Köhlerwoche: Die Vorstandsmitglieder (von links) Manfred Glöser, Matthias Müller, Vorsitzender Wolfgang Stein und Reiner Zissel zeigen auf einem Laptop aufgeschichtetes Holz für einen Kohlenmeiler. Foto. Hoffmeister

Dodenau. Auf ein erfolgreiches Jahr mit drei gut besuchten Wanderungen entlang der Dorfgrenzen haben die Mitglieder des Vereins „825 Jahre Dodenau“ zurückgeblickt. „Bei bestmöglichem Wanderwetter waren fast immer 200 Teilnehmer dabei“, erinnerte Vorsitzender Wolfgang Stein.

Sein Dank galt den Vorstandskollegen Reiner Zissel, Matthias Müller, Dieter Sassor, Werner Bergener, Bernd Müller sowie ganz besonders dem „Grenzgangmotor“ Manfred Glöser, der alle Wanderungen mit viel Herzblut ausgearbeitet hatte.

Der Verein, der sich ursprünglich aus steuerlichen Gründen zum Dorfjubiläum „825 Jahre“ gegründet hatte, zählt heute 32 Mitglieder. Man wolle sich auch in Zukunft um historische Belange des Dorfes kümmern, neue Mitglieder werben, jedoch nicht in Konkurrenz zum Verkehrs- und Verschönerungsverein treten, waren sich die Mitglieder in der Versammlung einig.

Für das kommende Jahr wird der Verein ein „Schwimmbadfest“ organisieren. Anlass ist das 35-jährige Bestehen des Dodenauer Freibades.

Große Pläne schmiedet Manfred Glöser bereits jetzt für das Jahr 2013: Dann soll es im Dodenauer Wildgehege einen Kohlenmeiler geben.

In einer anschaulichen Präsentation berichtete Manfred Glöser, dass es während der Blütezeit der Köhlerei (16. bis 19. Jahrhundert) auch zahlreiche Kohlenmeiler in den Dodenauer Wäldern gegeben hat. Dafür seien die Wälder mit ihrem hohen Laubholz-Anteil prädestiniert gewesen. Gute Buchenholzbestände habe es vor allem im östlichen Teil des Waldes gegeben. Sehr viel Holzkohle sei nach Biedenkopf und Dillenburg geliefert worden. Auch die Dodenauer Dorfschmiede hätte große Mengen der in Kohlenmeilern gewonnenen Holzkohle gebraucht.

Viel Arbeit und hohe Kosten

Daran möchte der Verein „825 Jahre“ mit seinen Köhlerwochen erinnern. Man dürfe sich nichts vormachen: Das Projekt, das sich vom Aufschichten des Holzes bis zum Verkauf der Holzkohle über etwa vier Wochen erstrecke, sei mit sehr viel Arbeit und auch erheblichen Kosten verbunden, warnte Glöser.

Beschlossen wurde, dass sich die Vereinsmitglieder während der Wintermonate weiter informieren. Im Frühjahr soll dann eine Entscheidung getroffen werden. „Bisher waren alle Rückmeldungen positiv“, sagte Wolfgang Stein. Der Termin eine Köhlerwoche soll vor den Sommerferien liegen und mit den Nachbarorten wie Allendorf oder Bromskirchen wegen möglicher Terminüberschneidungen abgestimmt werden. (off)

Quelle: HNA

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