Konzert in Battenberg

Mestrini verspricht: "Ich komme wieder"

Amateurmusiker aus der Region haben sich am Seminar mit Freek Mestrini beteiligt. Im Mittelpunkt stand die böhmische Blasmusik. Der gelungene Abschluss waren die Benefizkonzerte mit Freek Mestrini in der Schützenhalle in Usseln mit über 300 Zuhörern und in der Festhalle Battenberg mit rund 700 Zuhörern (Bild). „Erinnerungen an Ernst Mosch“ war das Motto. Seit August hatten die Musikanten unter der Leitung von Karsten Stremme und Rudolf Strieder geprobt.Fotos: Peter Bienhaus

Battenberg - 1973 und 1976 war Ernst Mosch mit seinen Original Egerländer Musikanten in der Battenberger Festhalle zu Gast. Am Sonntag schloss sich ein Kreis: Unter Freek Mestrini spielte ein Workshop-Orchester die schönsten Titel aus der Mosch-Ära.

Der Marsch „Die Sonne geht auf“ wurde am Sonntag am Anfang und am Ende des Blasmusikkonzerts gespielt, doch geholfen hat es nicht: Der Sonntag war verregnet. Den rund 700 Besuchern in der Battenberger Festhalle machte es nichts aus. Sie waren erneut von der Blasmusik begeistert, die das Workshop-Orchester unter der Leitung von Freek Mestrini spielte.

Das erste Konzert in der Schützenhalle Usseln am Samstagabend erlebten mehr als 300 Zuhörer mit. Der Erlös aus beiden Blasmusikkonzerten, die unter dem Motto „Erinnerungen an Ernst Mosch“ standen, ist für die Kinderkrebshilfe Waldeck-Frankenberg bestimmt.

Bereits zum achten Mal fand der von Detlef Marburger im Jahr 2007 initiierte und alljährlich wiederholte Workshop statt, bei dem die Blasmusik im Mittelpunkt steht. Jeweils im August beginnen die Vorbereitungen. Karsten Stremme und Rudolf Strieder leiteten die Übungsstunden mit Musikern aus den Vereinen der Region. Erneut waren viele junge Instrumentalisten dabei.

25 Musikstückein zwei Stunden

Zwei Tage vor dem Konzert-wochenende kam Freek Mestrini hinzu und gab den letzten Schliff. Er war zufrieden mit den musikalischen Leistungen und erklärte, dass das Workshop-Orchester wieder einen „Sprung nach vorne“ gemacht habe. Mes-trini freute sich darüber, dass die Blasmusik nach wie vor einen hohen Stellenwert hat, auch wenn die Glanzzeit vorbei sei. Die „Dicke-Backen-Musik“ sei eine ehrliche Musik, die immer noch viele Menschen gern hören wollen. Heinz Berger begrüßte die zahlreichen Zuhörer. Als guten Freund hieß er Freek Mestrini zum achten Mal in der Region willkommen. Mestrini gehörte als Flügelhornist dem legendären Ernst-Mosch-Orchester an und ist mittlerweile als Dozent, Dirigent, Komponist und Verleger tätig. Aus einem weiten Umkreis von Battenberg waren die überwiegend älteren Blasmusikfreunde wieder gekommen, um die böhmische Blasmusik zu hören und zu genießen.#

Vor allem aktive Musikanten aus den heimischen Blaskapellen verfolgten die musikalischen Darbietungen des Workshop-Orchesters, das einen bunten Strauß altbekannter und neuer Melodien darbot. 25 Musikstücke umfasste das gut zweistündige Musikprogramm, darunter auch die „Jubiläums-Polka“ als Uraufführung.

„Ohne Heimat ist die Welt nicht schön“

Elf bekannte Lieder wurden von Günter Ahlborn und Tochter Tanja gesungen. „Ohne Heimat ist die Welt nicht schön“, „Garten-Polka“, „Wunderbar bist du“ und „Egerland Heimatland“ zählten zu den schönsten Liedern.

Mit der Polka „Bis bald, auf Wiedersehen“ verabschiedeten sich Freek Mestrini und das Workshop-Orchester von ihrem Publikum. Zufrieden waren die Amateurmusiker über den erfolgreichen Verlauf des achten Mestrini-Workshops. „Es war zwar anstrengend, doch wir haben viel gelernt, und es hat einfach Spaß gemacht“, war die Bilanz der Teilnehmer. Mestrini freute sich über die Begeisterung der Musiker und über das gelungene Konzertereignis. Die große Zuhörerrunde in Battenberg wünschte sich zum Abschluss ein Wiederhören und Wiedersehen im nächsten Jahr. „Ich komme wieder“, versprach Freek Mestrini. (ph)

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