Angeklagter bestreitet Vorwürfe - Verhandlung musste vertagt werden

Mit der Metallstange attackiert

Frankenberger Land. Vor dem Amtsgericht in Frankenberg muss sich ein 40-jähriger Mann verantworten. Er soll zwei Unbekannte beauftragt haben, den neuen Freund seiner ehemaligen Lebensgefährtin zusammenzuschlagen. Dafür soll er 3000 Euro gezahlt haben.

Der Angeklagte aus dem Frankenberger Land soll die Trennung von seiner Ex-Freundin nicht überwunden haben. Er bestreitet jedoch, den Auftrag an zwei Unbekannte erteilt zu haben. „Ich habe es nicht gemacht“, erklärte er und wies alle erhobenen Vorwürfe gegen sich zurück.

Zur Tatzeit im Dezember 2010 war der 40-Jährige zunächst mit seiner neuen Freundin in der Spielbank in Bad Homburg. Als er diese jedoch verließ um an einem Geldautomaten neues Geld zu holen, aber keins bekam, fuhr er mit der Freundin zurück in ihre Wohnung im Frankenberger Land.

In den Tagen vor und nach der Tat hob der Angeklagte insgesamt 3000 Euro von seinem Konto ab. Er gab an, er habe einem Freund 1000 Euro geliehen und 2000 Euro selbst ausgegeben.

„Die Anklage gegen sie ist kein Pappenstiel. Wenn sie nur zugeben, was nachgewiesen ist, gibt es nicht viel, was am Ende zu ihren Gunsten ausgelegt werden kann“, erklärte der Staatsanwalt. Der Angeklagte blieb jedoch bei seiner Aussage.

Ein Bekannter des Angeklagten sagte als Zeuge aus, dass der 40-Jährige ihn angesprochen habe, ob er Leute kenne, die anderen etwas antun würden. „Ich habe ihm gesagt, dass ich niemanden kenne und ihm geraten, ärztlichen Rat zu suchen“, sagte der Zeuge.

Plötzlich umgerissen

Das 42 Jahre alte Opfer schilderte vor Gericht noch einmal im Detail den Tathergang: „Ich wollte morgens die Garage öffnen, um einen Schneeschieber zu holen, und stand mit dem Rücken zur Straße, als ich plötzlich umgerissen wurde.“

Er habe die beiden Täter nicht erkennen können, da sie Sturmhauben getragen hätten. Es sei auch kein Wort gesagt worden, als sie mit einer Metallstange auf seine Unterschenkel einschlagen hätten.

Die ehemalige Lebensgefährtin erklärte, dass der Angeklagte, der immer noch ein Arbeitskollege von ihr und ihrem neuen Freund sei, sie weiter beleidigen würde. „Immer wieder sagt er Miststück zu mir, wenn niemand in der Nähe ist.“

2003, als die Beziehung zwischen dem Angeklagten und seiner ehemaligen Lebensgefährtin ein erstes Mal in die Brüche ging, erwirkte sie eine Abmahnung, da er sich unangemessen gegenüber Arbeitskolleginnen verhalten habe. Daraufhin zog der Angeklagte gegen die Abmahnung vor das Arbeitsgericht in Marburg. Die relevanten Unterlagen dieser Verhandlung lagen jedoch nur der Verteidigung vor, so dass ein neuer Verhandlungstermin angesetzt werden musste. (flq)

Quelle: HNA

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