Osteoporose-Selbsthilfegruppe Frankenberg und Umgebung: 180 Teilnehmer bei Jahreshauptversammlung

Mikrostrom bringt mehr Energie

Der aktuelle Vorstand: (von links) Luise Schulte (Erste Vorsitzende), Traute Becker (Schriftführerin), Ingo Gerning (Zweiter Vorsitzender), Ellen Weider (Kassiererin) und Wolfgang Groh (stellvertretender Schriftführer). Foto:  Moniac

Frankenberg. Groß ist das Bedürfnis nach Information und gegenseitigem Austausch bei den von der so genannten Knochenschwund-Krankheit oder Osteoporose betroffenen Menschen. Das verdeutlichten die 180 Teilnehmer der Selbsthilfegruppe Frankenberg und Umgebung bei der Jahreshauptversammlung in der Ederberglandhalle.

Aktiv und rege ist auch der Vorstand, wie Vorsitzende Luise Schulte bei ihrem Rückblick auf das vergangene Jahr vermittelte. Sie zählte zahlreiche Arbeitssitzungen und Kongresse auf, an denen sich Mitglieder der Selbsthilfegruppe beteiligt hatten.

Im Anschluss an den Bericht der Kassiererin wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Nach einer kleinen Stärkung folgte ein Referat zum Thema „Neue Wege in der Schmerztherapie“. Dozent Patrick Walitschek stellte die Kerninhalte der Biologischen Cell Regulation (kurz BCR-Therapie) vor. Dabei handelt es sich um eine Mikrostrom-Behandlung, um erkranktem Gewebe mehr Energie zuzuführen und den Stoffwechsel anzukurbeln.

Walitschek erklärte, die BCR-Therapie sehe den Körper als Einheit, in der die natürlichen Prozesse wieder aufgenommen werden sollen. Bei Nichtbehandlung könne sich akuter Schmerz zu chronischem entwickeln.

Häufig angewandte Therapieformen seien hier zum Beispiel physikalische Maßnahmen wie Ruhigstellung oder Kühlung, ferner die Behandlung mit Cremes oder Gels oder auch eine medikamentöse Therapie.

„Die Ursache der Erkrankung wird dabei nicht therapiert“, sagte Walitschek. Bei der seit dem Jahr 2000 in Deutschland angewandten BCR-Therapie solle der Körper auf sanfte, biologische Weise angeleitet werden, den blockierten Energiefluss wieder zu stimulieren. „Die physiologische Aktivität wird angehoben“, erklärte der Fachmann.

Als erfolgreich verlaufene Beispiele für die Behandlung durch BCR-Therapie nannte Walitschek offene Füße bei Diabetes, Verstauchungen, Arthrose, zum Beispiel im Knie, und allgemein Sportverletzungen. Die Therapie könne nach anfänglicher Durchführung in einer Praxis oft auch zu Hause fortgesetzt werden, Nebenwirkungen seien nicht bekannt.

Referent Patrick Walitschek betonte, dass die BCR-Therapie zwar dazu beitrage, die Symptome einer Erkrankung abzuschwächen, diese jedoch nicht heile. Bei 80 Prozent der Patienten sei ein rascher Erfolg zu verzeichnen, wobei in der Regel acht bis zehn Behandlungstermine notwendig seien.

Von Marise Moniac

Quelle: HNA

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