Militärmission in Afghanistan über 2014 hinaus denkbar

Frankenberg. Soldaten des in Frankenberg stationierten Bataillons Elektronische Kampfführung 932 werden wohl noch über 2014 hinaus Dienst am Hindukusch leisten müssen. Davon geht der neue Kommandeur der Burgwaldkaserne, Oberstleutnant Holger Schmör, aus.

„Afghanistan wird den Standort noch lange beschäftigen“, sagt Schmör. Laut dem Kommandeur wird derzeit auf NATO-Ebene darüber verhandelt, wie die Nachfolge-Mission in Afghanistan gestaltet sein wird, die ab 2015 an den aktuellen Militär-Einsatz unter ISAF-Mandat anschließen soll. Knackpunkt der Verhandlungen sei die Truppenstärke für die kommende Militärmission.

Schmör hält ein fortgesetztes Engagement von Frankenberger Soldaten in dem Land für wahrscheinlich. „Fakt ist: Wir haben seit elf Jahren in Afghanistan eine wichtige Expertise in der elektronischen Kampfführung.“ In diesem Bereich habe sich das Bataillon zu einer „wertvollen Sicherheitskomponente“ für den Gesamteinsatz entwickelt. „Das legt den Schluss nahe, dass Standort und Bataillon weiterhin mit dem Thema Afghanistan befasst sein werden.“

Das Frankenberger Bataillon Elektronische Kampfführung 932 hat seit Kriegsbeginn etwa 1600 Soldaten nach Afghanistan entsandt.

Unklar ist, wie viele Soldaten aus der Burgwaldkaserne ab 2015 in Afghanistan stationiert sein werden. „Aktuell drängen die NATO-Akteure auf eine Entscheidung, mit welcher Truppenstärke diese Beratungs- und Unterstützungsmission begleitet wird“, sagt Schmör.

Dem Kommandeur zufolge wird von Seiten des Bundesverteidigungs- und Außenministeriums geplant, dass ab dem Jahr 2015 zwischen 600 und 800 deutsche Soldaten im Land sein werden. Entscheidend für die Planungen der Mission sei der Ausgang der afghanischen Präsidentschaftwahlen im April 2014.

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Von Jan Schumann

Quelle: HNA

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