Frankenberg

Millionen-Investitionen in Kaserne

- Frankenberg (jos). Bis 2014 sollen nach Auskunft von Oberstleutnant Uwe Stahl 30 Millionen Euro in die Burgwaldkaserne investiert werden. Darüber und über den aktuellen Afghanistan-Einsatz informierten sich am Dienstag die SPD-Politiker.

Neben den beiden Bundestagsabgeordneten Edgar Franke aus dem Wahlkreis Frankenberg/Schwalm-Eder und Ullrich Meßmer aus dem Wahlkreis Waldeck nahm auch der ehemalige Mandatsträger Gerd Höfer an dem Besuch in der Burgwaldkaserne teil. Meßmer ist Höfers Nachfolger im Verteidigungsausschuss des Bundestages, Franke ist Meßmers Stellvertreter. „Mit unserem Besuch wollen wir zeigen, dass wir für die Interessen des Standorts eintreten“, betonte Franke gegenüber der WLZ-FZ.

Nach einem Gespräch mit Kommandeur Thomas Mauer und dessen Stellvertreter Uwe Stahl nahmen die Politiker an einem Rundgang über das Kasernen-Gelände teil. Eigentlich hätten die Genossen und ihre Mitarbeiter mit Kleinbussen gefahren werden sollen – doch die blieben auf dem Exerzierplatz im tiefen Schnee stecken.

Stahl und Mauer informierten die Politiker über die anstehenden Investitionen in die Kaserne. Die Gebäude stammen aus den 60er Jahren und sind seitdem nie grundlegend saniert worden. Ab diesem Sommer sollen Schritt für Schritt alle Unterküfte der sieben Kompanien neu gebaut werden.

Als erstes soll auf einer bislang als Parkplatz genutzten Fläche ein neues Kompaniegebäude errichtet werden. Wenn das dann von den Soldaten einer Kompanie bezogen ist, wird das erste bestehende Kompaniegebäude bis zur Bodenplatte abgerissen und neu gebaut. Bis 2014 sollen sämtliche Bauarbeiten abgeschlossen sein. Laut Oberstleutnant Stahl sind Investitionen in einer Gesamthöhe von 30 Millionen Euro geplant.

Aber nicht nur die Kompaniegebäude werden neu gebaut. Bereits in diesem Jahr beginnen die Bauarbeiten für eine neue Sporthalle neben dem Sportplatz. Die Kosten für die Halle werden mit 3,7 Millionen Euro beziffert. Zum Ende dieses Jahres soll der Rohbau abgeschlossen sein, nächstes Jahr soll die Halle fertig gestellt werden. Die alte Sporthalle soll vorerst erhalten bleiben. „Sie könnte als Übungshalle mit Simulatoren genutzt werden“, erläuterte Stahl.

Rund tausend Soldaten sind in der Burgwaldkaserne stationiert. Eine der sieben Kompanien ist eine Ausbildungskompanie, der rund 90 Grundwehrdienstleistende angehören. „Die Bundeswehr ist ein wichtiger Arbeitgeber für die Region“, unterstrich Franke. Der Auslandseinsatz in Afghanistan beschäftige ihn in Berlin jeden Tag. In Frankenberg wollten er und Meßmer deshalb mit Soldaten sprechen, die an Einsätzen in Afghanistan beteiligt waren. Dieses Gespräch fand gestern allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Am Mittwoch besuchen Meßmer und Franke die Bundeswehr-Standorte in Fritzlar und in Schwarzenborn. Nach dem Besuch in Frankenberg könne er einige Themen mit nach Berlin nehmen, erklärte Franke auf WLZ-FZ-Nachfrage. Beispielsweise sei es im Gespräch mit dem Kommandeur und seinem Stellvertreter um das Thema Personalgewinnung gegangen.

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