Vor allem Kliniken sind von Bedeutung

1,4 Millionen Übernachtungen: Rekord im Bäderzentrum Bad Wildungen

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Im Quellendom: In der zentralen Kureinrichtung der Badestadt können Gäste drei Heilwässer zapfen und genießen.

Bad Wildungen. Das Bäderzentrum Bad Wildungen/Reinhardshausen hat nach der Beherbergungsstatistik des Hessischen Statistischen Landesamtes 2015 einen leichten Zuwachs bei Gäste- und Übernachtungszahlen zu verzeichnen.

Bei den 129.424 Ankünften erzielten die Badestadt und der Klinik-Stadtteil sogar einen Rekord. 1,4 Millionen Übernachtungen wurden gezählt. „Diese Zahl wäre noch viel deutlicher gestiegen, wenn sämtliche Beherbergungsquartiere erfasst würden“, verweist Bürgermeister Volker Zimmermann auf Tücken der Statistik. Bekanntlich werden nur Betriebe ab zehn Betten registriert.

Für den Gesundheits- und Tourismusstandort sind vor allem die Kliniken von Bedeutung, betont der Bürgermeister. „Die Kliniken in Bad Wildungen und Reinhardshausen sind ausgezeichnet aufgestellt, haben in Qualität und Know-How investiert und halten ihren hohen medizinischen Standard beispielhaft“.

Etwa 15 Prozent der Übernachtungen wurden in den größeren Hotels und etwa fünf Prozent in mittleren und kleineren Betrieben erzielt, erläutert Stadtmarketing-Chefin Ute Kühlewind. Etwa 80 Prozent entfallen damit auf die 18 großen Reha-Kliniken. Akutbetten werden nicht in der Statistik mitgezählt.

Erfreulich sei auch die durchschnittliche Verweildauer. Hier habe Bad Wildungen mit elf Tagen deutlich die Nase vorn vor den übrigen hessischen Heilbädern. Ziel müsse es sein, noch mehr Klinik-Patienten nach abgeschlossener Kur, Reha oder Anschlussheilbehandlung später zu einem Gesundheitsurlaub wieder in Bad Wildungen zu begrüßen. Um auch weiterhin den guten Kurs zu halten und die Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten im höheren Segment zu befriedigen, braucht Wildungen laut Kühlewind und Zimmermann dringend ein weiteres 200-Betten-Hotel im Drei- bis Vier-Sterne-Bereich. (höh)

Quelle: HNA

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