Zeugin verwickelte sich vor Gericht in Widersprüche

Missbrauchsprozess: Ehefrau weist Vorwürfe gegen Mann zurück

Marburg. Eindeutig vor ihren Mann hat sich vor dem Landgericht die Ehefrau eines 48-Jährigen aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf gestellt, der seine Kinder, seine Schwägerin, seine Frau sowie ein Nachbarsmädchen über Jahre hinweg misshandelt und vergewaltigt haben soll.

Bei ihrer Aussage als Zeugin verwickelte sich die Frau jedoch in zahlreiche Widersprüche „Wir haben mit den Kindern alles richtig gemacht. Wir haben uns nichts vorzuwerfen. Das ging alles seinen geregelten Weg“, leitete die Frau ihre Aussage ein, die sie in Begleitung ihres Anwaltes vor Gericht machte.

Blaue Flecke oder andere Verletzungen hätten sich die Kinder immer beim Spielen oder bei Schlägereien untereinander zugezogen.

Ausgiebig klagte sie auch über „die Verlogenheit“ ihrer heute 16-jährigen Tochter, die den Vater des sexuellen Missbrauchs beschuldigt hat.

Auch die laut Anklage als 14- und 15-Jährige wiederholt vergewaltigte Nachbarstochter bedachte sie mit Beschimpfungen und behauptete, diese habe versucht, ihr „den Mann auszuspannen“.

 Vehement stritt die Frau jede Gewalt in der Familie und auch sexuelle Handlungen ihres Mannes mit ihrer lernbehinderten jüngeren Schwester, ihrer ältesten Tochter oder der Nachbarstochter ab.

Richter Thomas Wolf ließ sie ihre Aussagen nach Niederschrift noch einmal genehmigen, da diese in einem eventuellen Prozess wegen Falschaussage von Bedeutung seien könnten. (ky)

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Quelle: HNA

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