Frankenberg.

Miteinander der Generationen im Fokus

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Sile Elzenbeck

- Frankenberg (jos). Die Pädagogin Silke Elzenbeck (39) ist seit Montag die neue Chefin im Familienbüro der Stadt Frankenberg. „Ich trete in große Fußstapfen“, sagt die gebürtige Fränkin. Viele eigene Ideen hat sie zwar schon, aber grundsätzlich ist sie begeistert von dem, was ihre Vorgängerin Daniela Neuschäfer in Frankenberg aufgebaut hat.

„Die Neue“ im Familienbüro lacht gerne: Silke Elzenbeck strahlt eine ansteckende Fröhlichkeit aus und berichtet ohne große Vorworte gleich voller Begeisterung davon, wie freundlich sie in Frankenberg aufgenommen worden sei. Seit diesem Montag ist die 39-Jährige die neue Chefin im Familienbüro der Stadt Frankenberg und damit verantwortlich für das Modellprojekt „Familienstadt mit Zukunft“. Eine Wohnung hat die Diplom-Pädagogin auch schon gefunden. „Ich kann zu Fuß an die Arbeit gehen“, sagt sie begeistert. Das Leben in einer Kleinstadt ist die gebürtige Fränkin gewohnt: Zuletzt war sie acht Jahre lang als Stadtjugendpflegerin in Kitzingen (22 000 Einwohner) tätig. Die Stadt liegt südlich von Würzburg. Fünf Jahre lang war Daniela Neuschäfer der „Kopf“ des Familienstadt-Projekts in Frankenberg. Genauso lange läuft das Modellprojekt noch weiter. Welche Bestandteile beibehalten werden und was sich in der zweiten „Halbzeit“ ändern wird – das wird Elzenbeck in den nächsten Wochen gemeinsam mit der Hessen-Agentur, die das Projekt wissenschaftlich begleitete, erarbeiten. Die Agentur plant eine umfangreiche Befragung von Frankenberger Familien. Auf diese Evaluation aufbauend sollen die Schwerpunkte für die nächsten fünf Jahre festgelegt werden. Was in jedem Fall im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen soll, ist das Miteinander der Generationen, sagt Elzenbeck. Einige konkrete Ideen für Projekte mit Schulen und Seniorenheimen oder anderen sozialen Einrichtungen hat die neue Familienstadt-Managerin zwar bereits. Doch bevor sie die Vorschläge vorstellt, will sie mit den Projektpartnern reden. Und überhaupt will die 39-Jährige zunächst einmal viele Frankenberger kennenlernen. Privat ist die Pädagogin gerne in der Welt unterwegs: Reisen ist ihr Hobby, aber auch die Landschaft rund um Frankenberg trifft ihren Geschmack – zumal die 39-Jährige gerne in der Natur unterwegs ist. Sie selber hat zwar keine Kinder – „dass ich Kinder sehr gerne habe, wird man aber sehr schnell merken“, sagt Elzenbeck. Im „Netzwerken“ sieht die Pädagogin ihre Hauptaufgabe. Außerdem sei es wichtig, Angebote, die es bereits gibt, transparent zu machen. Drei Bestandteile des Familienstadt-Projekts sollen laut Elzenbeck in jedem Fall weitergeführt werden: Die „Neugeborenen-Konten“, die Einkaufskinderbetreuung und der Familien-Aktionstag mit den Kaufleuten.„Was im Rahmen des Familienstadt-Projekts in Frankenberg geleistet wird, ist super“, sagt Elzenbeck begeistert und fügt an, dass sie in große Fußstapfen zu treten habe. Abgesehen von ihrer hohen fachlichen Qualifikation mit abgeschlossenem Studium in Sozialpädagogik und in Pädagogik sowie beruflicher Erfahrung in kommunaler und in kirchlicher Jugendarbeit sieht Bürgermeister Christian Engelhardt noch einen weiteren großen Vorteil in der Besetzung der Stelle mit der gebürtigen Fränkin: „Sie hat den Blick von außen auf unsere Stadt. Das kann sehr hilfreich sein.“

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