Kreisversammlung der Feuerwehren

Mitgliederzahlen sinken weiter

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Langjährige Funktionsträger der Feuerwehren im Landkreis wurden ausgezeichnet: (v. l.)Erich Fischer, Jens Deutschendorf, Dr. Reinhard Kubat, Jürgen Querl, Karl-Wilhelm Römer, Thomas Trachte, Martin Trost, Karsten Kühler, Bernhard Holzapfel, Burkhard Scheele, Joachim Gatzke, Horst Benner-Hensel, Hartmut Specht, Dr. Christoph Weltecke und Manfred Hankel.

Gemünden - Retten, löschen, bergen, schützen und musizieren - vielfältig sind die Aufgaben der Feuerwehrleute. 436 Männer und Frauen von insgesamt 177 Wehren im Landkreis haben sich in Gemünden zur Frühjahrsversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes getroffen.

Wachsende Aufgaben aber weiterhin sinkende Zahlen bei den Einsatzkräften prägen die Kreisfeuerwehr. Verbandsvorsitzender Manfred Hankel nannte die Gewinnung neuer Mitglieder als wichtige Zukunftsaufgabe. Dazu fand bereits im Oktober ein Forum statt, aus dem ein Fachausschuss Öffentlichkeitsarbeit hervorging. Ziel sei die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für das Zusammenwirken der Feuerwehren mit den Städten und Gemeinden.

Kreisfrauensprecherin Nadia Reis zeigte sich am Weltfrauentag erfreut über den steigenden Frauenanteil in den Einsatzabteilungen - aktuell sind es 11,65 Prozent in Waldeck-Frankenberg. Sie regte eine höhere Flexibilität bei den Übungs- und Dienstzeiten an. Wichtig sei auch die Schnittstelle Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung. Kooperation, Anerkennung und Akzeptanz seien gefragt, um junge Frauen in der Feuerwehr zu halten.

Der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Norbert Flörke nannte das Großzeltlager in Birkenbringhausen als herausragendes Ereignis. Fast 80 Gruppen nahmen am ersten Staffelwettbewerb teil. Flörke beklagte allerdings einen Mitgliederrückgang von insgesamt 58 Jugendlichen, hob aber gleichzeitig Zuwächse in der Gemeinde Edertal hervor.

Der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf, Dezernent für Brand- und Katastrophenschutz, ging auf die Einführung des Digitalfunks und die Pflicht zur Installation von Rauchmeldern ein. Er gab bekannt, dass Mitte April Bernd Berghöfer von der Feuerwehr Ernsthausen zum neuen stellvertretenden Kreisbrandinspektor ernannt werden soll. Horst Benner-Hensel verabschiedete sich am Sonntag nach zwölf Jahren im Amt. Er vollendet in Kürze sein 60. Lebensjahr.

Von Frank Seumer

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