Frankenberg

Mordendes Monster und viele Strapse: Theater-AG probt für Premiere

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- Frankenberg (jos). Nächsten Mittwoch feiert die Theater-AG der Edertalschule Premiere mit "Rocky rocks Frankenstein" im Dampfmaschinenmuseum bei Schreufa. In diesen Tagen proben die Gymnasiasten erstmals in ihren mitunter schrillen Kostümen.

Es herrscht ein ziemliches Gewusel in der alten Fabrikhalle am Ortsrand von Schreufa. Techniker schrauben an Podesten herum und die Beleuchter testen die Einstellungen der Scheinwerfer, während Theater-AG-Chef Paul Möllers den Akteuren auf der Bühne Anweisungen gibt. Neben dem Regisseur sitzt Lehrerin Andrea Weiß, die genau wie Ingrid Obermann mittlerweile fest zum Team zählt. „Du musst lauter sprechen“, ruft Weiß einer Schülerin zu. Bei den ersten Kostümproben wird schnell deutlich: Die Zuschauer erwartet in diesem Jahr eine skurrile Inszenierung mit schrillen Figuren. „Rocky rocks Frankenstein“ nennt die Theater-AG ihre Eigenproduktion, in der Elemente aus Mary Shelleys Horror-Roman „Frankenstein“ auf die kultige „Rocky Horror Picture Show“ treffen. Gespielt wird auf zwei nebeneinander liegenden Bühnen. Die eine ist in weißes Licht getaucht und bildet den Rahmen für Frankensteins mordendes Monster. Auf der anderen Seite geht es um Transvestiten und Strapse, die „Rocky-Horror-Picture-Show“-Bühne erscheint in gelb-rotem Licht. Um die zwei Ebenen zusammenzubringen, hat die Theater-AG nach einer Klammer gesucht. Deshalb spielt Dr. Scott eine tragende Rolle: Er ist der „Zeitreisende“, der den „Time Warp“ singt und so sich selbst und der Theater-AG ermöglicht, von einer Zeitebene in die andere zu springen. „Wir wollen den Zuschauern eine vergnügliche und ironische Auseinandersetzung mit dem Horror-Genre zeigen“, erklärt Regisseur Möllers. Auch die Romantik komme nicht zu kurz. Wegen zu viel Freizügigkeit auf der Schultheater-Bühne habe er keine Bedenken. „Die Schüler zeigen nur so viel, wie sie wollen“, so Möllers auf Nachfrage. Weil in diesem Jahr viele Abiturienten auf der Bühne stehen, sind manche Rollen doppelt besetzt – die Akteure wechseln sich bei den Aufführungen ab. Der Theater-AG-Nachwuchs ist allerdings gesichtert, zumal es mittlerweile in Unter-, Mittel- und Oberstufe Unterricht in „Darstellendem Spiel“ gibt.

Aufführungen am 5., 7., 8. und 9. Mai jeweils ab 20 Uhr im Dampfmaschinenmuseum. Karten zum Preis von acht Euro gibt es im Vorverkauf in der Buchhandlung Jakobi.

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