Förderverein Kirchenmusik verabschiedet scheidenden Kantor Alexander Meyer

„Motor und Glücksfall“

Verabschiedung: Der Vorsitzende des Fördervereins Kirchenmusik an der Frankenberger Liebfrauenkirche Heinz Müller (rechts) entließ den scheidenden Kantor Alexander Meyer offiziell aus dem Vorstand. Foto: Battefeld

Frankenberg. In der Mitgliederversammlung des Fördervereins Kirchenmusik an der Liebfrauenkirche wurde jetzt der scheidende Kantor Alexander Meyer offiziell aus dem Vorstand verabschiedet. „Er war Motor und ein Glücksfall für unseren Verein“, betonte dessen Erster Vorsitzender Heinz Müller.

Bis zu seinem endgültigen Ausscheiden im Juni diesen Jahres obliegt Meyer weiterhin die Leitung der Kantorei und des Gospelchors. „Seit Februar bin ich nur noch mit fünf Stunden angestellt“, teilte der Kantor mit, der zur Zeit schon sein Referendariat für den Schuldienst ableistet.

Wer dann seine Nachfolge als Kirchenmusiker in Frankenberg antritt, entscheidet sich voraussichtlich Anfang April. Es gebe zwölf Bewerbungen auf die frei werdende Stelle des Kantors, erklärte Meyer gegenüber der HNA.

Von diesen würden sechs Kandidaten zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Drei kämen letztlich in die engere Wahl und müssten auch eine praktische Prüfung bestehen indem sie vorspielen. „Ein extra gebildetes Gremium gibt danach eine Empfehlung an den Kirchenvorstand ab, der dann die Entscheidung trifft“, berichtete Meyer.

Bevor Alexander Meyer in den Schuldienst wechselt, wird es noch drei Veranstaltungen unter seiner Regie geben: Am 17. April wird ein Berliner Künstler Ehepaar ab 17 Uhr mit einem literarisch-musikalischen Programm auftreten, das mit etwas provokanten Themen wie zum Beispiel „An Gott zweifeln, an Bach glauben“ bereits jetzt die Gemüter einiger Vereinsmitglieder erregt habe, wie Meyer schmunzelnd anmerkte. Der Gospelchor gibt ein Konzert am 27. Mai ab 19.30 Uhr, und am 19. Juni wird die Kantorei ebenfalls ab 19.30 Uhr eine große Mendelsohn-Aufführung präsentieren. Alle drei Veranstaltungen finden in der Liebfrauenkirche statt.

Sorge bereitet den Mitgliedern des Fördervereins die Arbeitsmöglichkeiten der Kantorei und des Kirchenmusikers. Durch die bislang unklare Zukunft des Gemeindehauses am Hinstürz (HNA berichtete) ist es ungewiss, ob die Räume auch weiterhin zum Proben genutzt werden können.

Aus der Versammlung wurde daher angeregt, sich für die Belange der kirchenmusikalischen Arbeit einzusetzen und in einem Brief an den Kirchenkreisvorstand und den Kirchenvorstand zu fordern, auch in Zukunft für gute Arbeitsbedingungen Sorge zu tragen. Der Vorstand wurde nach einem einstimmigen Beschluss beauftragt, ein entsprechendes Schreiben zu verfassen.

In seinem Jahresbericht zeigte sich der Erste Vorsitzende Heinz Müller erfreut über den stetigen Mitgliederzuwachs des Fördervereins: Von 23 Mitgliedern im Gründungsjahr 2003 sei die Zahl auf aktuell 67 angestiegen.

Von Susanna Battefeld

Quelle: HNA

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