Rennen auf dem Battenberger „Stadtring“ lässt bei Fahrern und Zuschauern Erinnerungen wach werden

Motorsportgeschichte hautnah erleben

Battenberg - Das Motorsportfieber in der Bergstadt ist weiter ungebrochen: Weit mehr als tausend Zuschauer ließen sich am Wochenende in den Bann der historischen Fahrzeuge ziehen, die auf Einladung des Motorsportclubs den Weg nach Battenberg gefunden hatten.

An die glorreichen Motorsportzeiten in den 1950er-Jahren haben sich die Battenberger mit den Rundfahrten historischer Fahrzeuge erinnert. Doch bevor die Motorräder, Gespanne und später auch Autos auf den Stadtkurs starteten, gedachte MSC-Vorsitzener Lothar Guth auch dem schwärzesten Moment in der Clubgeschichte: dem Unfall am 10. August 1952 zwischen der Kröge und der Bahnunterführung, der drei Todesopfer forderte.

Etliche Fahrzeuge, die damals auf den Straßen zu sehen waren, zogen am Wochenende die Blicke auf sich. Bereits am Samstag waren verschiedene Modelle an der Burgberghalle ausgestellt, am Sonntagvormittag bewunderten Motorsportfans aus der Region die in der Hauptstraße positionierten Fahrzeuge. Auch verschiedene Rallyeautos waren zu sehen.

Der MSC-Vorsitzende berichtete aus der Geschichte der Motorräder. Bis heute habe es weltweit mehr als 3000 Hersteller gegeben, sagte Guth. „Viele sind aber nach zwei, drei Jahren auf dem Markt wieder verschwunden.“ Eine Reise zurück in alte Zeiten unternahm Guth auch mit seinem früheren Kollegen Rainer Gasse aus Battenfeld. Sie legten ihre Polizeiuniform aus den 60er-Jahren an: Stiefelhose, Schaftstiefel und weiße Koppel. Walter Schäfer aus Berghofen fuhr sie in seinem BMW-Gespann durch die Stadt. Deutlich schneller unterwegs waren dann ab Mittag die historischen Straßen- und Rennmaschinen, Old- und Youngtimer sowie Mopeds und Kleinkrafträder. Zwei heimische Motorradhändler demonstrierten, welche Leistungen modernen Maschinen entlockt werden können.

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