Kinderwagen-Spaziergang in Bottendorf

Mütter demonstrieren für Hebammen - Video

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Die Mütter zeigen sich solidarisch mit ihrer Hebamme Solveig Mandel (vorne links) und demonstrieren gegen die Abschaffung der Versicherung für freiberufliche Hebammen.Fotos: Patricia Kutsch

Burgwald-Bottendorf. - Die Haftpflichtversicherungen wollen freiberufliche Hebammen nicht mehr weiter versichern. Das würde für die Hebammen und damit für Geburtsvorbereitungskurse, Rückbildung und Wochenbettbesuche das Aus bedeuten. Junge Mütter aus Bottendorf haben dagegen demonstriert.

Solveig Mandel ist seit 30 Jahren Hebamme. In Bottendorf ist sie seit elf Jahren selbstständig. Sie bereitet Schwangere auf die Geburt vor, sie bietet Rückbildungsgymnastik, Stillberatung und steht den frischgebackenen Müttern mit hilfreichen Tipps aus jahrelanger Erfahrung zur Seite. Ihre Arbeit darf sie vielleicht nur noch zwei Jahre machen, denn die Versicherungsgesellschaften wollen keine Hebammen mehr versichern. Ohne Versicherung kann jedoch keine Hebamme mehr freiberuflich arbeiten. „Unsere Arbeitsbedingungen werden immer schlechter“, sagt Solveig Mandel, die rund 70 Frauen im Jahr betreut. Diese Frauen, für die Mandel jederzeit Ansprechpartnerin ist, haben sich am Mittwoch für ihre Hebamme eingesetzt.

Mit einem Spaziergang durchs Dorf haben 35 Frauen mit Kinderwagen auf sich aufmerksam gemacht und für den Erhalt des Berufs der selbstständigen Hebammen demonstriert. Sie spazierten in einer langen Reihe von der Hebammenpraxis im Grundweg entlang der Frankenberger Straße und der Wolkersdorfer Straße bis zum Kindergarten und informierten mit einem Plakat die Autofahrer und Fußgänger über den Zweck der Demonstration auf Bottendorfs Straßen.

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