Polnisches Nationalorchester begeisterte das Publikum beim Familienkonzert

Musik wie ein Feuerwerk

Luftballons zur Feuerwerksmusik: Die Kinder in der Burgberghalle ließen die Ballons unverknotet in die Luft schwirren. Fotos: Augustin

Battenberg. Stehende Ovationen gab es für ein beeindruckendes Konzert in Battenberg. Der Arbeitskreis Burgberghalle hatte das polnische Nationalorchester Radio Kattowice zum Familienkonzert eingeladen. Die Profi-Musiker begeisterten 200 Besucher jeden Alters.

Musikpädagogin Erna Naumann, Mitglied im Arbeitskreis Burgberghalle, war in ein barockes Kostüm geschlüpft und untermalte die Musikstücke sehr emotional mit Geschichten zur Musik.

Zum Auftakt präsentierten die Musiker aus Polen unter der Leitung von Prof. Siegfried Heinrich Händels Feuerwerksmusik. Erna Naumann erzählte, wie die Idee zu dieser Komposition entstanden war:

1749 trafen sich in London der damalige König, Georg Friedrich Händel und Lord Mountbatten. Der König forderte ein Musikstück mit „Piff, Paff, Puff“: Das sollte ein Feuerwerk mit einem großen Orchester untermalen. Im Herzen Londons wurde eine überdimensionale Holzkonstruktion für Orchester und Feuerwerk errichtet. Zum Konzert regnete es dann in Strömen und die Holzkonstruktion ging in Flammen auf. Erna Naumann beschrieb die Ereignisse und Dialoge.

Für den Höhepunkt der Sinfonie hatte Naumann im Vorfeld bunte Luftballons an die Kinder und Jugendlichen in der Burgberghalle verteilen lassen, die aufgeblasen, aber nicht verknotet zum Abschluss als symbolisches Feuerwerk in die Luft stiegen.

Prof. Siegfried Heinrich übergab anschließend den Taktstock an einen jüngeren Dirigenten. So dirigierte Markus Fischer die Kindersinfonie. Die 62 Profimusiker spielten neben ihren Streichinstrumenten unter anderen auch auf „Trompetchen“ und Ratsche die Komposition von Edmund Angerer. Ins Stück eingebaut wurden – musikalisch interpretiert – der Kuckuck, die Wachtel und die Nachtigall.

Als „Gute-Nacht-Geschichte“ folgte zum Abschluss die „Nussknacker-Suite“. Erna Naumann hatte einen großen, nostalgischen Holznussknacker mit auf die Bühne gebracht und erzählte die Geschichte von Klara und ihrem Bruder Fritz. Die beiden Geschwister freuten sich immer auf den Besuch von „Onkel Drosselmeier“, der neben seinen tanzenden Püppchen immer einen Nussknacker mitbrachte. Klara wachte eines Nachts auf und der Nussknacker war lebendig. Im Zimmer fand sie noch eine Mäusearmee mit ihrem Mäusekönig und Zinnsoldaten, die den Nussknacker bekämpfen wollten. Die kleine Klara streckte den Mäusekönig mit einem gezielten Wurf mit ihrer Pantoffel nieder und aus dem Nussknacker wurde ein Prinz. Sie und der Prinz wurden ein Paar und tanzten in einem Schloss aus Zuckerguss, Mohrenköpfen und Smarties.

Walzer zum Mittanzen

Beim abschließenden Blumenwalzer animierte Erna Naumann die Kinder zum Mittanzen. Die Zuhörer spendeten viel Beifall. Erst nach „Buglers Holiday“ als Zugabe wurden die Musiker mit frenetischem Jubel verabschiedet.

Von Frank Augustin

Quelle: HNA

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