Konzert zum 140-jährigen Bestehen des MGV Röddenau

Musik als Jungbrunnen

Der Männergesangverein aus Röddenau feierte mit einem Chorkonzert in der Kulturhalle sein 140-jähriges Bestehen.Fotos: Seumer

Frankenberg - Acht Chöre haben am Samstagabend ein dreistündiges Konzert zum 140-jährigen Bestehen des Röddenauer Männergesangvereins in der vollbesetzten Kulturhalle gestaltet.

Trotz mehrerer Parallelveranstaltungen war in der Kulturhalle kein Platz mehr frei. 400 Zuschauer waren zum Geburtstagskonzert des MGV Röddenau gekommen. „Man sieht uns die 140 Jahre gar nicht an“, sagte der Vorsitzende des gastgebenden Männergesangvereins, Karl-Heinz Huhn.

Der 1874 gegründete Verein feierte seinen runden Geburtstag in diesem Jahr mit mehreren Veranstaltungen. Statt einer Rückschau in die Geschichte des Chores blickte Huhn in die Zukunft. Mit der Gründung des gemischten Chores „Cantiamo“ seien die Röddenauer vor drei Jahren neue Wege gegangen, um mehr Dorfbewohner für das Chorsingen zu begeistern.

Das Konzert solle einen Bogen spannen von klassischen Titeln bis zu modernem Liedgut für Männerstimmen. Die Gastgeber unter der Leitung von Marion Inerle-Born eröffneten mit 21 Aktiven und dem Lied „Sanctus“ von Friedrich Silcher die dreistündige Veranstaltung. Später kamen die Frauen dazu, der gemischte Chor „Cantiamo“ begeisterte mit dem stimmungsvollen Titel „Übern See“, begleitet von Samuel Huhn am Klavier, und dem Spiritual „Now Let Me Fly“. Bei „Shine Your Light“ leuchteten im dunklen Saal nur die rund 40 kleinen Taschenlampen der Aktiven auf der Bühne.

Die Chorgemeinschaft der Männergesangvereine „Liedertafel“ Frankenberg und Schreufa setzte mit der „Kneipe am Moor“ und „American Folk Songs“ von Otto Groll eigene Akzente. Dirigent Willi Hof begleitete mit dem Akkordeon, Werner Böhle spielte Mundharmonika, Rolf Beuermann brillierte als Solist.

Sein hohes musikalisches Niveau bewies der Bottendorfer Männergesangverein unter der Regie von Horst-Werner Bremmer. Ob mit dem „Liebeslied für Lu“ oder „I Want to Go to Heaven“ mit Pekka Weise und Michael Ernst als Solisten - eine Woche nach dem eigenen Konzert waren die Bottendorfer erneut in Hochform.

Der Battenfelder Frauenchor, dirigiert von Holger Born, ließ das stimmungsvolle „Shenandoah“ und „The Rose“ erklingen. Der gemischte Chor „Querbeet“ aus Rennertehausen mit Horst-Werner Bremmer präsentierte moderne Titel wie „What a Wonderful World“ mit dem Solisten Willi Battefeld oder das Pop-Lied „You Raise Me up“, begleitet von Rainer Thursch am Klavier.

Ehrung für ehemalige Chorleiter und Vorsitzende

Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt des Birken-bringhäuser Männergesangvereins mit einem prächtig aufgelegten Chorleiter Karl-Heinz Wenzel. Er begeisterte mit Walter Ehlert bei „The Lion Sleeps Tonight“ als Solist und animierte den Meisterchor beim „Speisezettel“ oder „Kumbaya My Lord“ zu einer wahren Meisterleistung.

Dem stand der Männergesangverein Niederasphe mit Chorleiter Holger Born kaum nach. Der Titel „Loch Lomond“ begeisterte alle Zuhörer. Zum Abschluss sangen die Gastgeber mit Solist Karl-Heinz Huhn „All Night All Day“ und drei kroatische Volkslieder. Samuel Huhn am Klavier und Benedikt Huhn an der Geige begleiteten „Jesus bleibet meine Freude“, gesungen vom Chor „Cantiamo“.

Vorsitzender Huhn ehrte die ehemaligen Chorleiter und Vorsitzenden: Volkhardt Heimann dirigierte den Röddenauer Männergesangverein rund 30 Jahre, Holger Born etwa zehn Jahre. Seit 2009 hat Marion Inerle-Born das Kommando. Ehemals Vorsitzende waren Karl Cronau und Walter Blum.

Bürgermeister Rüdiger Heß hob die Bedeutung des Chorgesangs für das Dorfleben hervor. „Der Röddenauer Männergesangverein ist ein lebendiges Beispiel, wie man Menschen für den Chorgesang begeistern kann und mit Veränderungen umgeht“, so der Rathauschef. Dieter Trollhagen, stellvertretender Vorsitzender des Sängerkreises Edertal, überbrachte die Grüße des Mitteldeutschen Sängerbundes. Jürgen Becker, Vorsitzender des Nachbarsängerkreises Oberes Edertal, schloss sich mit einem Grußwort an. (sr)

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