Benefizkonzert des Frankenberger Rotary-Clubs in Liebfrauenkirche

Musik und Spende als Herzenssache

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Frankenberg - Vier Chöre und eine Solistin sangen und musizierten am Ostermontag für die Restauration der mittelalterlichen Kirchenfenster in der Frankenberger Liebfrauenkirche.

„Es ist uns eine Herzensangelegenheit, das Projekt Kirchenfenster zu unterstützen“, sagte der Präsident des Frankenberger Rotary-Clubs, Klaus Cronau. Der Rotary-Club will die Kosten für die Restauration von drei der insgesamt 13 bunten Fenster, rund 5800 Euro, übernehmen.

Einen Grundstock dafür bildeten die Spenden der über 600 Konzertbesucher in der voll besetzten Liebfrauenkirche. Pfarrer Holland-Letz freute sich über die Hilfsbereitschaft und erläuterte, dass die bunten Scheiben in den Chorfenstern das Leben Jesu schildern.

Der Bottendorfer Jugendposaunenchor unter der Leitung von Lena Fleck eröffnete mit dem Stück „Majesty“ das gut 90-minütige Konzert. Pfarrer a.D. Heiner Wittekindt stellte die Motive der Kirchenfenster in den Mittelpunkt seiner Lesung zum Ostermontag.

Zwei schwedische Lieder, darunter den bekannten Sommerpsalm, trug der Bottendorfer Frauenchor „Pro Musica“ unter der Leitung von Marion Born vor. Mit dem Volkslied „Die Blümelein sie schlafen“ und dem modern interpretierten lithurgischen Stück „Kyrie“ bewies der Konzertchor sein Können in der ausgeprägten Akustik der Liebfrauenkirche. Laura Köhler kündigte die Titel an.

Als Solistin trat die gebürtige Bottendorferin Tanja Becker auf. Besonders beeindruckend: die „Widmung“ von Robert Schumann oder die „Arie der Dorobella“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Sabine Albert-Braun begleitete am Klavier. Ohne eine Zugabe kamen die beiden Solisten nicht von der Bühne. Mit 35 Aktiven trat der gemischte Chor „Querbeet“ aus Rennertehausen, verstärkt mit Sängern des Rennertehäuser Männergesangvereins, auf. Der Melodienreigen unter der Regie von Horst-Werner Bremmer reichte vom Volkslied „Im schönsten Wiesengrunde“ bis zum modernen Hit „You raise me up“, am Klavier begleitet von Rainer Thursch. Einer der Höhepunkte des Abends war der gemeinsame Auftritt der Rennertehäuser Männer mit dem Kinderchor: Insgesamt 60 Sängerinnen und Sänger trugen den Titel „Ich wollte nie erwachsen sein“ aus dem Musical „Tabaluga“ vor. Willi Battenfeld dirigierte, Horst-Werner Bremmer spielte Klavier.

Auch der Bottendorfer Männergesangverein trägt seit November den Titel Konzertchor und bewies mit fünf Titeln sein hohes Niveau. Bei „Sancta Maria“ übernahm Tanja Becker die Solostimme. Ob mit dem „Liebeslied für Lu“ oder „The lion sleeps tonight“, die Männer begeisterten mit Lockerheit und viel Freude am Singen unter der Leitung von Horst-Werner Bremmer. Als Solisten brillierten Armin Fleck, Pekka Weise und Dieter Mengel.

Gemeinsam mit den Sängerinnen und Sängern von „4voices“ und „Pro Musica“ aus Bottendorf, „Glissando“ aus Altenlotheim und „Querbeet“ aus Rennertehausen trug der Männergesangverein das siebenstimmige Stück „Shenandoah“ vor.

Krönender Abschluss war der gemeinsame Auftritt aller Chöre mit insgesamt fast 120 Aktiven und dem Titel „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern. Der Bottendorfer Jugendposaunenchor schloss das Konzert mit „Heal the world“ und „One moment in time“. Kreischorleiter Horst-Werner Bremmer führte durchs Programm und warb für den Chorgesang.

Von Frank Seumer

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