Konzert in der Löhlbacher Kirche

Musikalische Vorfreude auf das Fest

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Der Löhlbacher Kirchenchor unter Leitung von Irene Tripp sang „Gloria“ und begeisterte das Publikum mit seinem schwungvollen Vortrag. Fotos: Gerd Faust

Haina-Löhlbach - Weihnachts- und Winterlieder aus verschiedenen Ländern, mal schwungvoll, mal andächtig, erklangen am Samstag beim Adventskonzert. Zum letzten Mal hatte Irene Tripp das Porgramm in ihrer Funktion als Kreiskantorin vorbereitet.

Etwa 200 Zuhörer waren bei diesem musikalischen Adventsgottesdienst in Löhlbach zu Gast. Die leuchtenden Farben im hell erleuchteten Gotteshaus harmonierten dabei mit den musikalischen Darbietungen, die den Advent und den Winter beschrieben.

Die musikalische Leitung hatte Kreiskantorin Irene Tripp übernommen, die gemeinsam mit Ulrike Ritter den Löhlbacher Kirchenchor intensiv für das Ereignis vorbereitet hatte. Für das letzte Adventskonzert unter ihrer Leitung war es Irene Tripp wichtig, noch einmal die beliebtesten Stücke aus den vergangen vier Jahrzehnten einzuüben. Neben dem neu einstudierten Lied „Stille Nacht, Stern erwacht“ erklangen teils fröhliche Lieder wie „Sie sangen Gloria“ bis hin zu dem zart vorgetragenen „Seht, wie das kleine Licht“.

Der Kinderchor aus Löhlbach sang unter Leitung von Bärbel Reuber „Wir freuen uns wie verrückt, bald wird der Baum geschmückt.“ Das Publikum freute sich über den fetzigen Vortrag, der die kindliche Vorfreude auf das Fest zum Ausdruck brachte. Ein emotionaler Höhepunkt war der Gesang des Ensembles „Da Capo“, das „Ave Maria“ vortrug und in einem weiteren Auftritt mit dem Stück „Jingle Bells Rock“ bewies, dass es auch die heitere Leichtigkeit der Swingmusik beherrscht.

Eine musikalische, vorweihnachtliche Weltreise unternahm Norbert Strippel mit den Konzertbesuchern. Er leitete die Gitarrengruppen aus Löhlbach und Dodenhausen bei ihrem gemeinsamen Auftritt. Nach dem fröhlichen „Rudolf, das Rentier“ folgte eine alte sibirische Volksweise „Kehrt die Straßen Leut, denn der Herr kommt heut“. Das von vorweihnachtlicher Freude handelnde Lied spiegelt zugleich Melancholie wider, wie sie oft in russischer Volksmusik zu finden ist, und wirkte dadurch besonders berührend auf die Zuhörer.

Der musikalische Gottesdienst endete mit einem Feuerwerk der Instrumentalmusik. Der Musikzug der freiwilligen Feuerwehr Löhlbach spielte unter Leitung von Markus Ochse kraftvoll „White Christmas“ und „We are the world“.

Pfarrer Dr. Sebastian Renz, der mit kleinen Lesungen durch das Programm führte, dankte allen Beteiligten, besonders Kreiskantorin Irene Tripp, die im nächsten Jahr in den Ruhestand geht. Renz sagte der scheidenden Kirchenmusikerin: „Ruhestand muss ja nicht bedeuten, dass sie mir ganz entkommen können.“

Von Gerd Faust

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