Abwechslungsreiches Konzert des Frankenberger DRK-Kreisverbandes

Musikalisches „Frühlingserwachen“

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Frankenberg - Der Frankenberger DRK- Kreisverband bot ein Konzert zum Thema „Frühlingserwachen“ – ein Projektchor, die Senioren-Musikgruppe und Solisten wirkten mit.

Bunt und vielfältig wie der Frühling war auch das Programm, das die etwa 500 Senioren an diesem Nachmittag in der Ederberglandhalle erwartete. Gedichte, Lieder und Instrumentalteile wechselten sich in loser Folge ab, Mitsingen war ausdrücklich erwünscht.

„Ich habe gedacht, es kommen 20 Sänger zu dem Chorprojekt“, sagte der Leiter des Projektchores, Matthias Schneider. „Und nun sehen Sie selbst, was daraus geworden ist“: Etwa 60 sangesfreudige Männer und Frauen in farbenfroher Kleidung warten auf der Bühne gespannt auf ihren Einsatz.

„Der Chor hat sich achtmal zum Proben getroffen“, erklärte Mitsänger und Moderator Heinfried Knobel. Schmunzelnd übte er gleich ein wenig Kritik wegen des Termins „zu einer mit dem Mittagsschlaf unverträglichen Zeit“.

Sieben mehrstimmige Lieder hat der Projektchor seit seiner Gründung eingeübt, alle haben eines gemeinsam: Sie besingen den Frühling in all seinen Facetten. „Im Frühling“ nach einem Chorsatz von Franz Biebl heißt folgerichtig das Premierenstück, gefolgt von dem Volkslied „Nun will der Lenz uns grüßen“ und einer zärtlichen Liebeserklärung in Liedform: „Erlaube mir, fein's Mädchen“ von Johannes Brahms.

Auch „Die Rose“, eindrücklich und mit kraftvoller Stimme von Solistin Regina Schneider präsentiert, begeisterte die Besucher. Mit der Solistin ließ der Chor die bearbeitete Fassung des von Ludwig van Beethoven komponierten Stückes „Nun bricht aus allen Zweigen“ erklingen. Es folgte „Sonnenschein auf allen Wegen“, auch bekannt als „Und wieder blühet die Linde“ von Otto Groll und „Im Prater blühn wieder die Rosen“. „Das ist ein Experiment“, teilte Chorleiter Matthias Schneider mit und rief die Gäste zum Mitmachen auf: „Die Besucher dürfen den Refrain singen und der Chor muss ohne Dirigent auskommen“ – denn der Chorleiter und die Solistin Schneider hatten eigene Parts zu singen. Bei diesem Lied und an anderen Stellen begleitetete Matthias Müller die Sänger engagiert und mit frühlingshaftem Schwung am Klavier.

„Seit drei Jahren treffen sich die Musiker der Instrumentalgruppe regelmäßig zum Üben“, informierte Moderator Knobel. „Martin Ranft ist der älteste Musiker in den Reihen – er feierte gestern seinen 89. Geburtstag“. Über den aufkommenden Applaus freute sich der Akkordeon­spieler sichtlich. „Der Winter ist vergangen“ und „Jetzt fängt das schöne Frühjahr an“ klang es frohgemut. Mit „Komm, lieber Mai, und mache“, „Alle Vögel sind schon da“, „Der Mai ist gekommen“ und „Der Mai, der Mai, der lustige Mai“ folgten weitere Frühjahrs-Klassiker. Und immer kam das Publikum gerne der Aufforderung zum Mitsingen der vertrauten Lieder nach. Ob selbst geschrieben oder vorgetragen: Dem Frühling wurde auch in Reimform gehuldigt. Die Gedichte „Hoffnung“ und „Sieg der Sonne“ hat Dorothea Blanc erdacht, sie trug sie auch vor. Lyrik von Annette Andersen folgte: Elke Peter las „Erwachen im Frühling“, Heinfried Knobel „Lob auf den Frühling“. Nicht fehlen durfte das berühmte „Frühling lässt sein blaues Band“ von Eduard Mörike, Brigitte Kuckuck trug es vor.Und „nun spricht die Chefin selbst, sie ist das Juwel des Kreisverbandes“, erklärte Knobel und übergab an die Kreisaltenbetreuerin Elfriede Ramb. Mit Wilhelm Buschs „Sei mir gegrüßt, du lieber Mai“ drückte sie Frühlingsstimmung aus.

Pfarrerin Eleonore Merkel beschrieb Gedanken verliebter Menschen aus dem „Hohelied Salomos“. Vom Suchen und der Sehnsucht, von Schönheit und von der Liebe handelten ihre Gedanken. „Versetzen Sie sich in einen Frühling vor 3000 Jahren“, forderte sie auf.

Einen Höhepunkt des Nachmittags bildete die Aufführung des extra für diesen Anlass von dem Niederländer Hans C. Janssen geschriebenen Chorsatzes zum bekannten Schlager „Tulpen aus Amsterdam“. Vom Komponisten am Flügel begleitet, stimmte der Projektchor Tulpen schwenkend das Lied an.

Mit dem Duett „Ihr sollt ein Segen sein“, gefühlvoll vorgetragen von Regina Schneider und Matthias Schneider, und dem gemeinsamen Lied aller „Kein schöner Land“ endete der musikalische Nachmittag und entließ seine Besucher hinaus in einen knospenden und blühenden Frühlingstag.

Von Gerlinde Himmelmann

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