Firma Pfeil verkauft Fahrzeuge

Nach Alkoholfahrt: Verträge mit Busfirma gekündigt

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Bei der Alkoholfahrt durch Battenberg hatte der Bus in einer Kurve unter anderem einen Zaun und zwei Laternen demoliert.

Hatzfeld. Nach dem Busunfall mit einem alkoholisierten Fahrer am 10. September in Battenberg hat das betroffene Busunternehmen Pfeil aus Hatzfeld seinen Betrieb weitgehend eingestellt. "Wir haben die Firma nicht aufgegeben, fahren aber keine Linien mehr", sagte Inhaber Friedrich Bloch auf HNA-Nachfrage.

Drei seiner sieben großen Busse habe er bereits verkauft, drei seiner fünf Busfahrer fahren seines Wissens nach nun für andere Busunternehmen. Der Fahrer, der den Unfall in Battenberg verursacht hatte, hat keinen Führerschein mehr.

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Bei dem Unfall hatte der Fahrer unter Alkoholeinfluss mit dem Busunter anderem ein Auto, einen Zaun und zwei Straßenlaternen beschädigt. Während dieser Chaos-Fahrt hatten zunächst 28 Kinder in dem Bus gesessen, bis auf zwei waren alle zwischendurch ausgestiegen, nachdem sie gemerkt hatten, dass mit dem Fahrer etwas nicht stimmte.

Der Fall hatte kreisweit für eine Diskussion über den Schulbusverkehr gesorgt. Konsequenz für das Unternehmen Pfeil: "Die Verträge mit mir wurden gekündigt", berichtete Friedrich Bloch.

Er und seine Frau fahren mit einem Kleinbus nur noch Kinder von Hallenberg zur Kegelbergschule nach Frankenberg und mit dem Auto einzelne Krankenfahrten. "Das ist alles, was uns geblieben ist", sagt Bloch. Dabei habe die Firma Pfeil 50 Jahre lang die Schule in Hatzfeld angefahren.

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Archivbilder: Chaosfahrt mit Schulbus in Battenberg

Chaos-Fahrt mit Schulbus in Battenberg

Quelle: HNA

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