Nach Brand kann Großfamilie in einer Sozialwohnung bleiben

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Vor dem Haus in der Helenenstraße, in dem sie vorläufig wohnen kann: Die Allendorfer Großfamilie Ritter. Die Eltern Lilia und Viktor (links) haben insgesamt 14 Kinder. Schon mehrfach war auch Bürgermeister Claus Junghenn (5. von rechts) zu Besuch.

Allendorf-Eder. Die Allendorfer Großfamilie Ritter bezieht ihr Übergangsdomizil, eine große Sozialwohnung der Gemeinde Allendorf in der Helenenstraße. Beim Brand ihres Wohnhauses am Montag (HNA berichtete) hatten die Ritters nahezu alles verloren.

In einem Zimmer liegen sauber aufgetürmt T-Shirts, Bettlaken, Handtüchern, Hosen und Pullover. Nebenan sitzen mindestens 20 Kuscheltiere in Reih’ und Glied auf einem Tisch. Eine Etage tiefer baut Familienvater Viktor Ritter mit seinen beiden Söhnen Gregor und Peter die neue Küche auf. Überall wird gewerkelt.

„Wir wollen das Haus wieder aufbauen und hier bleiben“, sagt Viktor Ritter. „Gerade jetzt, wo wir so viel Hilfe bekommen haben.“ Zusammen mit seiner Ehefrau Lilia hat Viktor Ritter 14 Kinder – der Älteste ist 30, der jüngste acht Jahre alt. Acht der 14 Kinder leben ständig mit den Eltern zusammen. Dazu kommen eine Großmutter und eine pflegebedürftige Tante, die vorübergehend in einem Heim untergebracht ist.

Nachbarn haben Kleidung und Möbel gebracht. Schulen haben gesammelt. Aus Meineringhausen bei Korbach bekam die Familie eine komplette Küche geschenkt. „Wir waren erstmal alle schockiert, als das Haus brannte“, erzählt die 18-jährige Lisa. In der ersten Nacht habe sie nicht schlafen können und sich große Sorgen gemacht.

Zwangsläufig wurde die Großfamilie zunächst auseinander gerissen. Alle fanden eine Bleibe bei Angehörigen, Nachbarn und Freunden. „Als wir dann wieder zusammen waren, ging es uns allen gleich viel besser“, sagt Lisa Ritter. Ihr Bruder Gregor fügt hinzu: „Wichtig ist, dass man den Humor nicht verliert.“

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Quelle: HNA

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