Nach Brand in der Ritterstraße müssen die Gebäude gesichert werden

Sicherungsarbeiten: Am Haus Ritterstraße 5 (links hinten) in der Frankenberger Altstadt wird der Dachstuhl komplett abgetragen. Die Ritterstraße ist wahrscheinlich bis Mittwoch auch für Passanten in dem Bereich gesperrt. Foto: Biedenbach

Frankenberg. Wie es mit den Häusern Ritterstraße 7 und 5 nach dem Großbrand am 7. September weitergeht, ist noch unklar. Derzeit ist ein Unternehmen aus Arnsberg damit beschäftigt, das Dach des Wohnhauses Ritterstraße 5 abzureißen.

Erst wenn die Sicherungsarbeiten abgeschlossen sind, können die Besitzer das Haus betreten. Darauf warten Karin Kus-Finkeldey und ihre Schwester Helga Brans, die mit ihren Ehemännern in Düsseldorf wohnen, aber beide in ihrem Frankenberger Elternhaus eine Zweitwohnung haben. Sie hoffen Fotos und andere persönliche Gegenstände unbeschädigt herausholen zu können.

„Wir haben keine Ahnung, wie es innen aussieht“, schildert Karin Kus-Finkeldey der HNA. Die Schwestern waren an dem Brandwochenende mit ihren Ehemännern in Frankenberg. Helga Brans hatte den Brand vom Badezimmerfenster aus entdeckt und sofort die drei weiteren Bewohner geweckt. Gleichzeitig klingelt auch schon die Feuerwehr und rief: „Schnell raus“. Die Bewohner zogen sich etwas an und verließen das Haus. „Ich konnte nur noch meine Handtasche mit meinen Papieren mitnehmen“, schildert Karin Kus-Finkeldey.

Wie berichtet, brannte der Dachstuhl ab. Das Dach wird nun abgetragen. Dann werden die Ziegel, die auf die Decke fielen und die Statik schwer belasten, entfernt. Wenn es dann keine Sicherheitsbedenken mehr gibt, können die Besitzer das Haus betreten.

Die Feuerwehr hatte am Brandtag einige Dokumente und Karins Kus-Finkeldeys Brille herausgeholt sowie Fotos und einige Gegenstände in damals noch unbeschädigte Räume im Erdgeschoss gebracht. Erst wenn das Haus wieder betreten werden darf, können sich die Besitzer und Vertreter der Versicherung ein Bild von den Schäden, die durch Feuer und Löschwasser entstanden sind, machen. Klar ist, dass das Wasser die Lehmdecken aufgeweicht hat. Wie berichtet, geht die Polizei von einem Schaden in Millionenhöhe aus.

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Von Martina Biedenbach

Quelle: HNA

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