Nach Chaos-Fahrt mit Schulbus: Busunternehmer meldet sich zu Wort

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So sah der Schulbus am Dienstag nach der Kollision mit einem Pkw, zwei Straßenlaternen und einem Gartenzaun aus.

Hatzfeld/Battenberg. Es gibt inzwischen Konsequenzen nach der Chaos-Fahrt eines offensichtlich betrunkenen Busfahrers am Dienstag in Battenberg. "Der 63-jährige Fahrer arbeitet nicht mehr für uns", sagte Friedrich Bloch aus der Geschäfsführung der Hatzfelder Firma Pfeil-Reisen der HNA am Freitag.

"Die Hatzfelder Ortsteile fahren wir ab sofort nicht mehr an. Die EWF hat uns die Verträge gekündigt. Heute war unsere letzte Fahrt."

"Das Busunternehmen fährt weiterhin in unserem Auftrag", sagte dagegen Bahn-Pressesprecher Thomas Bischoff aus Frankfurt/Main.

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Dazu muss man wissen, dass es unterschiedliche Auftraggeber für diverse Buslinien im oberen Edertal gibt. Sie betreffen sowohl den Schulbus- als auch den normalen Linienbusverkehr.

Die Bahn-Tochter DB Busverkehr Hessen, die vom Nordhessischen Verkehrsverbund mit dem Linienverkehr beauftragt ist, habe nach dem Vorfall am Dienstag "sofort reagiert", sich mit dem Hatzfelder Busunternehmen in Verbindung gesetzt und verlangt, dass der betreffende Fahrer nicht für weitere Fahrten eingesetzt werde. "Wir haben sichergestellt, dass sich ein solcher Vorfall auf keinen Fall wiederholt", sagte Pressesprecher Thomas Bischoff.

Bevor jedoch weitere Schritte eingeleitet würden, müsse man "den Ausgang strafrechtlicher Maßnahmen abwarten". Sobald "belastbare Erkenntnisse" vorlägen, werde man sich mit dem Busunternehmen zusammensetzen. Es liege dabei im "ureigensten Interesse" des Hatzfelder Busunternehmens, Maßnahmen zu treffen, die eine Wiederholung absolut ausschließen, betonte der Bahn-Sprecher.

Von Thomas Hoffmeister

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Chaos-Fahrt mit Schulbus in Battenberg

Quelle: HNA

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