Nach Erdbeben:

Waldeck-Frankenberger Himalaya-Initiative sorgt sich um Partner

Hilfe für Nepal: Sybille Courtin und ihr Stellvertreter Klaus Obermann haben in Gemünden bereits mehrfach von ihrer Himalaya-Initiative berichtet. Archivfoto: Völker

Waldeck-Frankenberg. Noch im vergangenen Jahr hat Sybille Courtin (Lichtenfels) mit einer Gruppe der Waldeck-Frankenberger „Himalaya-Initiative für Bildung e. V.“ die Schönheit der Gebirgslandschaft und des Weltkulturerbes in Nepal erlebt. 

Dort hat die Lichtenfelserin in den unterstützten Schulen Geräte und Unterrichtsmaterial übergeben - nun ist sie tief erschrocken über das Ausmaß der Zerstörung und die Lage der Menschen dort.

Nach telefonischen Kontakten mit befreundeten Hilfsorganisationen und Menschen in Nepal ruft sie deshalb auch mit ihrer Nepal-Initiative zu Spenden für das Erdbebengebiet auf.

Die Korbacher Gymnasiallehrerin, die sich seit 2009 mit ihrer Himalaya-Initiative für Bildung vor allem in der Shree Arun Jyoti Schule und dem Kinderdorf Bakunde engagiert, erreichte trotz zeitweilig gestörter Telefonverbindungen einen Freund in Nepal. „Er hat mir gleich berichtet, dass das wunderschöne Durbar Square in Patan und einige der Weltkulturerbe-Tempel in Bhaktapur dem Erdboden gleich gemacht worden sind“, berichtet Sybille Courtin.

„Er erzählte auch von den vielen Nachbeben, die die Menschen immer wieder in Angst und Schrecken versetzten. Alle versuchen, nachts auf den wenigen unbebauten Plätzen zu schlafen.“ Andere Freunde in Nepal erreichte sie per Mail, leider nicht die ärmeren unter ihnen, „über die ich mir große Sorgen mache“.

Gute Nachrichten hat sie aus Pokhara, wo der Verein eine kleine Grundschule betreut. Dort ist alles unversehrt. „Zu den entlegeneren Projekten gibt es keinen Kontakt, auch unsere Partnervereine haben keine Informationen“, bedauert Courtin.

Die Sprecherin der Waldeck-Frankenberger Nepal-Initiative erlebte bei allen Gesprächen und Mails, „wie sehr sich die Menschen über unsere Anteilnahme, alleine nur darüber, dass wir an sie denken, freuen. Ein Freund schrieb: Bitte betet für uns! Eine Freundin mailte: Ich bin dankbar, liebe Sybille, dass du die Schönheit unserer Altstadt in den vergangenen Jahren noch erleben konntest, jetzt ist alles kaputt“, berichtete Sybille Courtin der HNA. Das Erdbeben sei tagsüber geschehen. „Wenn es nachts gewesen wäre, hätten noch viel mehr Menschen den Tod gefunden.“

Wie es für die Waldeck-Frankenberger „Himalaya-Initiative“ weiter gehen soll, lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Karl-Hermann Völker

Quelle: HNA

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