Kreiskantorin Irene Tripp wird am Sonntag im Gottesdienst in den Ruhestand verabschiedet

Nach 40 Jahren ein Abschied mit 180 Stimmen

Frankenberg - Nun ist der Abschied greifbar: Am Sonntag findet ihr letzter großer Einsatz als Kreiskantorin statt, danach wird Irene Tripp nur noch als Sängerin oder Dirigentin auftreten. Nach mehr als 40 Jahren geht die Kreiskantorin in den Ruhestand.

„Es ist ein merkwürdiges Gefühl“, sagt Irene Tripp, „ich weiß nicht, ob ich mich nur freuen soll. Ein bisschen Wehmut ist schon dabei.“ Ihr Beruf habe ihr immer Spaß gemacht, vor allem der Umgang mit „ihren“ Sängern. „Und jetzt werde ich viele der Leute nicht mehr sehen.“ Das Leiten der Chöre werde ihr deshalb wohl am meisten fehlen, „die Arbeit mit den Sängern, schöne Gottesdienste mit ihnen zu gestalten“.

Allerdings gelte das vorerst nicht für die nächste Adventszeit. „Zum ersten Mal kann ich selbst entscheiden, ob ich mich in die Kirchenbank setzen und einfach nur zuhören will“, blickt sie voraus.

Der Tag des Abschiedsgottesdienstes ist zugleich ihr 65. Geburtstag. Es soll feierlich werden: Irene Tripp hat alle Chöre aus dem Kirchenkreis eingeladen. Zwölf haben zugesagt. Sie werden - alle gemeinsam - verschiedene Lieder singen. Auch das Ensemble „Da Capo“, in dem auch Irene Tripp singt, gestaltet den Gottesdienst mit. Die Liturgie übernimmt Dekanin Petra Hegmann.

Drei Wochen Arbeit liegen nach diesem offiziellen Abschied noch vor ihr, am 13.September ist Schluss. Bis dahin will Irene Tripp weiter mit ihren fünf Kirchenchören proben, sich in den einzelnen Gemeinden verabschieden und ihre Chor­bibliothek in Ordnung bringen.

Ganz aufhören wird sie jedoch auch dann nicht: Sie wird weiterhin Klavier als Vorbereitung für das Orgelspiel unterrichten. In Friedrichshausen übernimmt sie eine halbe Organistenstelle. Und sie bleibt Leiterin des Rengershäuser Kirchenchors.

Der Abschiedsgottesdienst beginnt am Sonntag um 14 Uhr in der Liebfrauenkirche. Im Anschluss ist die ganze Gemeinde zu Kaffee und Kuchen vor der Kirche eingeladen.

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