Nach schweren Unfällen auf der A44: Mehr Warnschilder sollen helfen

Die gehäuften Unfälle an der Brückenbaustelle an der A 44 bei Diemelstadt machen zusätzliche Beschilderungen nötig. Foto: Schulten

Wegen der Baustelle auf der A44 nahe Diemelstadt habe sich bereits mehrere schwere Unfälle ereignet. Mehr Schilder sollen nun weitere Unglücke verhindern.

Am Schnittpunkt von drei Regierungsbezirken funktioniert die Koordination von Verwaltungshandeln nicht immer reibungslos. Das wird bei der Dauerbaustelle an der Autobahn A44 deutlich. Deshalb hatte Bürgermeister Schröder an den SVG-Rasthof Diemelstadt geladen: Vertreter von mehreren Autobahnmeistereien, Regierungspräsidien, Feuerwehren, von den Landesbetrieben Hessen-Mobil und Straßen NRW sowie von der Autobahnniederlassung Hamm waren dabei.

Allein in den vergangenen sechs Wochen haben sich im Stau vor der großen Brückenbaustelle an der Diemel vier folgenschwere Unfälle mit sieben Schwerverletzten und einer Toten ereignet. Unbestätigt ist die Nachricht, dass ein Mädchen, das am 6. Juli bei einem Auffahrunfall eines polnischen Auto schwer verletzt wurde, ebenfalls im Krankenhaus gestorben ist.

Die Unfälle sind für die freiwilligen Helfer der Feuerwehren Rhoden, Wrexen und Warburg extrem belastend. Hinzu kommt, dass am nächsten Wochenende die Feuerwehr Rhoden eigentlich beim Schützenfest eingebunden ist. „So kann es nicht weitergehen“, machten daher Bürgermeister Schröder und Stadtbrandinspektor Ulrich Volke vor den Behördenvertretern deutlich.

Verkehr nur einspurig 

Die Situation vor der Großbaustelle ist verschärft, seit der Verkehr in Richtung Dortmund nur einspurig über die Brücke geführt wird. Offenbar rechnen viele Autofahrer am Ende des leichten Steigungsstücks zwischen der Anschlussstelle Warburg und der Brücke bei Wethen nicht damit, dass es hinter der Kuppe einen Rückstau geben könnte.

Der Stadtbrandinspektor fand, dass die Beschilderung nachgebessert werden müsste. Zusätzliche Hinweise auf die Baustelle und den Stau müssten her. Hier hatte offenbar allein die Einladung an die Behörden gereicht, dass bei Autobahnkilometer 42 und 44 solche Stauwarner mit Blinklicht aufgestellt wurden.

Ein Vorziehen des Geschwindigkeitstrichters vor der Baustelle sei wenig sinnvoll, da viele Fahrer zu frühe Warnhinweise nicht beachten würden, so die Erfahrung der Autobahnmeistereien.

Dennoch waren die Vertreter der Autobahnniederlassung Hamm bereit, kostenintensive „dynamische Beschilderung“ aufzustellen, wenn die einspurige Verkehrsführung länger dauern sollte als die jetzt angekündigten zehn weiteren Tage.

Die einspurige Verkehrsführung wurde nötig, weil die bereits im vergangenen Jahr sanierten Brücken ebenso geschädigt sein könnten wie die derzeit geöffnete Diemelbrücke. Man hoffe, dass sich dies nicht bestätigt, denn dann würde ein viel größerer Baustellen- und Umleitungsaufwand notwendig. Noch aber bestehe die Hoffnung, dass sich die Schäden innerhalb der geplanten Zeit reparieren lassen.

Wenn es gelingt, auch nur einen Unfall zu vermeiden, einen Schwerverletzten zu verschonen oder sogar einen Menschen vor dem Tod zu bewahren, hat es sich gelohnt, sagte Diemelstadt Bürgermeister Elmar Schröder bei einem Ortstermin an der A44. (es)

Lesen Sie auch:

- A44: Immer wieder Unfälle durch Baustelle bei Diemelstadt

- Unfall auf der A44 bei Diemelstadt: Transporterfahrer schwer verletzt

- Familie fährt mit Auto gegen Sattelzug: Mutter stirbt auf der A44

Quelle: HNA

Kommentare