Nach Überfall auf Sehbehinderte - Richter erlässt Haftbefehl gegen 35-Jährigen

Marburg. Der Überfall auf drei sehbehinderte Männer in der Marburger Gutenbergstraße ist offenbar geklärt. Gesicherte DNA-Spuren wurden nun dem Verdächtigen zum Verhängnis.

Ein Richter erließ mittlerweile Untersuchungshaftbefehl, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Marburg und der Polizeidirektion Marburg

Am Mittwochabend, 27. September, hatte gegen 23.25 Uhr ein bis dahin Unbekannter drei sehbehinderte Männer in der Gutenbergstraße überfallen. Der Verdächtige forderte mit einem Klappmesser Bargeld von dem Trio.

Die jungen Männer im Alter von 19, 20 und 21 Jahren setzten sich zur Wehr und versuchten, dem Angreifer das Messer aus der Hand zu reißen. Bei dem folgenden Handgemenge erlitt der 20-Jährige Verletzungen an der Brust. Sein 19-jähriger Begleiter zog sich Schnittverletzungen an der Hand zu.

Am Tatort gesicherte DNA-Spuren wurden nun einem 35-jährigen polizeibekannten Mann zum Verhängnis. Ein Abgleich brachte die Ermittler auf die Spur des Mannes.

Die Fahnder nahmen den Marburger am Mittwoch vorläufig fest. Ein Richter erließ mittlerweile Untersuchungshaft gegen den 35-Jährigen. Der räumte die Tat ein. Zu den näheren Umständen, insbesondere zum Motiv, äußerte sich der mutmaßliche Räuber bisher nicht. (nh/jun)

Quelle: HNA

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