48-Jähriger war betrunken durch Frankenberg gerast

Nach Verfolgungsjagd: Führerschein für anderthalb Jahre weg

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Polizei beendete Verfolgungsjagd

Frankenberg. Der 48-jährige Mann, der sich am 27. Februar in Frankenberg eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert hatte, darf anderthalb Jahre kein Auto mehr fahren. Das entschied jetzt das Amtsgericht Frankenberg.

Der Mann gab die Tat zu. Er berichtete, er habe am Abend vor der Irrfahrt Alkohol getrunken und Familienfotos angeschaut. Am nächsten Morgen sei er dann zu seiner Ehefrau und den beiden minderjährigen Kindern gefahren, die getrennt von ihm in Bad Wildungen leben.

Die Frau bemerkte, dass ihr Mann betrunken war, deshalb ließ sie die Kinder nicht mit ihm fahren. Da der 48-Jährige dies seltsam ruhig hinnahm und widerspruchslos wegfuhr, verständigte die Frau aus Sorge die Polizei, die ihn nach der Verfolgungsjagd stoppte. Später der 48-Jährige von Selbstmord-Absichten, bei ihm wurden 1,11 Promille Alkohol festgestellt.

„Ich habe die begründete Erwartung, dass sie keine weiteren Straftaten begehen werden“, sagte Richterin Andrea Hülshorst. Sie verlangte von dem Mann aber, die psycho-therapeutische Behandlung, die er nach der Tat begonnen hatte, fortzusetzen. Zudem muss er 1000 Euro an das THW in Marburg zahlen. In einem Zivilverfahren könnte er zudem dazu verurteilt werden, den Sachschaden seiner Fahrt zu zahlen – unter anderem rund 8000 Euro für ein beschädigtes Polizeiauto. (jpa)

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Quelle: HNA

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