Frankenberg

Die Nacht der Shopping-Geister

- Frankenberg (mba). Die Ederstadt war Samstagabend fest in Geisterhand: In der Fußgängerzone tummelten sich Dämonenscharen. Gespenster, Mumien, Hexen und Vampire waren zum Einkaufsbummel an Halloween gekommen.

In der Innenstadt war die Hölle los. Wer von auswärts zum Mitternachts-Shopping gekommen war, konnte meinen, er wäre bei einer Großveranstaltung wie Rock am Ring gelandet. Mehrere tausend Menschen strömten in die Fußgängerzone, wo die Geschäfte bis zur Geisterstunde geöffnet waren. Die Frankenberger Geschäftsmeile war eine einzige große Attraktion: Die Kaufleute hatten ihren Läden eine schaurig-schöne Halloween-Dekoration verpasst. Die Kunden wurden überall von Kürbis-Grimassen, Spinnenweben, Bettlaken-Gespenstern und manch freundlicher Hexe begrüßt. Die Neustädter Straße war erfüllt von den Dudelsackklängen der „First Guards of ST. Kilian“. Besonders die fantastisch kostümierte Vampir-Stelzenläufer Agadir und Ciela, die durch die Stadt flanierten, zogen faszinierte Blicke auf sich. Wer die Altstadt erkunden wollte, konnte an der nächtlichen Stadtführung teilnehmen.

Wie für Halloween üblich, waren auch viele kleine Gruselgestalten unterwegs, die Süßigkeiten einforderten. „Süßes oder es gibt Saures“ drohten die Nachwuchs-Hexen und Grundschul-Zombies: Wer sie nicht mit einer Leckerei belohnte, riskierte, einen Streich gespielt zu bekommen. Die Masche hatte Erfolg und die minderjährigen Spukgestalten freuten sich über volle Sammelbeutel. Die älteren Gespenster schlenderten die Schaufenster entlang, plünderten die Geschäfte – gegen Bezahlung, versteht sich – und genossen Köstlichkeiten wie Monster-Bratwürste und Schlangenblut-Cocktails. Wer etwas für den gute Zweck tun wollte, trank Punsch am Stand des Kiwani-Clubs oder kaufte ein Teelicht und stellte es am Thonet-Brunnen auf. Der Club finanziert mit dem Erlös wohltätige Projekte.

Ein Video zum Mitternachtsshopping finden Sie hier.

281939

Kommentare