Verein fördert das Kreiskrankenhaus

Nächstes Projekt: Teleneurologie

Der Vorstand des Fördervereins bleibt bestehen: Birgit Simshäuser, Dr. Thomas Ludolph, Gerlinde Beil, Otto Landau, Günther Seip und Dr. Harald Schmid (v.l.) als Vorsitzender.Foto: Marco Steber

Frankenberg - Seit der Gründung im Jahr 2005 hat der Verein zur Förderung des Kreiskrankenhauses fast 500000 Euro gesammelt. Eine Grenze, die die Mitglieder in diesem Jahr noch überschreiten möchten.

Der Förderverein des Frankenberger Kreiskrankenhauses trägt seit nunmehr zehn Jahren zur Weiterentwicklung der Klinik bei. Viele Projekte wurden in dieser Zeit realisiert und ein weiteres steht bereits auf der Agenda des Fördervereins: Die Mitglieder wollen die Einrichtung einer Tele-neurologie im Kreiskrankenhaus unterstützen. 100000 Euro sollen dafür gesammelt werden. Das haben sie im Rahmen der Jahreshauptversammlung beschlossen.

Durch die Teleneurologie kann per Videoübertragung eine Ferndiagnose erstellt werden. Dadurch wird die Versorgung von Schlaganfallpatienten weiter verbessert. Ein Vorteil liegt darin, dass Patienten nicht mehr verlegt werden müssen: „Wissen und Expertisen kommen nach Frankenberg, die Patienten können hier bleiben“, erklärt Dr. Elisabeth Pryss. „Patienten können jederzeit live von einem Arzt betreut werden.“ Für den Vorsitzenden des Fördervereins, Dr. Harald Schmid, ist es ein

„Projekt, das absolut Sinn macht“.

Er prophezeit, dass noch in diesem Jahr die „halbe Million vollgemacht wird“. Bisher hat der 233 Mitglieder zählende Verein 470000 Euro an Spenden gesammelt, mit denen Projekte wie etwa das Herzkatheter-Labor, die Sanierung der kardiologischen Überwachungsstation oder zuletzt der Kernspintomograph oder einen neuer OP-Tisch finanziert wurden, der bis zu 350 Kilogramm aushält (FZ berichtete).

Historischer Rückblick

Mit historischen Bildern erinnerte Schmid an den Bau des Kreiskrankenhauses: Auch damals sei ein Teil der Kosten durch Spenden aus der Bevölkerung getragen worden. An dieser Philosophie habe sich nichts geändert, sagte Schmid: „Die Bevölkerung braucht das Krankenhaus und das Krankenhaus braucht die Bevölkerung.“

Er erinnerte in seinem Jahresbericht an eine bundesweite Studie der Techniker Krankenkasse, laut der das Kreiskrankenhaus überdurchschnittlich positiv von den Patienten bewertet wird. Die AOK hat zudem die Behandlung von Oberschenkelhalsbrüchen als positiv bewertet. Insgesamt gehe es aufwärts, sagt Schmid. Seit Beginn des Jahres ist in Frankenberg zudem die gastroenterologische Ausbildung möglich. Keine Veränderungen gab es im Rahmen der Vorstandswahlen: Dr. Harald Schmid steht dem Förderverein somit für weitere zwei Jahre vor. Sein Stellvertreter ist Dr. Thomas Ludolph. Kassierer bleibt Günther Seip. Otto Landau ist sein Stellvertreter. Gerlinde Beil hat weiterhin den Posten der Schriftführerin inne und wird von Birgit Simshäuser vertreten.

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